DIE GRÖSSTE SHOW NUMMER MEINES LEBENS Teil 9: - Spergau schreibt Fernsehgeschichte

Nicole sang ihr Lied, und ich stand startklar am Bühnenrand außerhalb der Kameras, hinter mir das erste Kind mit dem ersten Bild, ISLAND. Die Anspannung stieg und fast hätte ich den Einstieg verpasst, aber ich lief noch rechtzeitig los, passend zur Musik und Inkas Worten. Die Kinder folgten mir mit den Bildern über die ganze Bühne und zum Schluss die Erwachsenen und alle formierten sich in Dreier Reihen. Es war ein grandioser Anblick, denn so hatte ich meine Bilder auch noch nicht gesehen. Ich ging auf Inka zu und wir plauderten über die Weltbild – Geschichte, die Entstehung der Idee bis hin zur Umsetzung. Dann schlängelten wir uns durch die Reihen der Bilder und ihrer Träger. Als wir am Bühnenrand ankamen wartete auch schon Nicole neben der Staffelei und Kiribati. Inka erlaubte mir, dass ich einen Wunsch äußern durfte und so bat ich Nicole gemeinsam mit mir das Bild Nummer 83 KIRIBATI live zu signieren. Die Palette mit den Farben war natürlich vorbereitet, ich überreichte Nicole einen Pinsel und wir begannen zu signieren. Dabei fuhren zwei große Kameras ganz nah an uns heran, aber das war nicht das Problem. Dazwischen wurde eine Tafel mit mehreren Scheinwerfern gerollt, ganz nah, wobei ich das Gefühl hatte mein Rücken geht gerade in Flammen auf und das bei 50 Grad in der Halle. Aber im Angesicht des Glücksgefühls hält man auch das aus. „Was für eine Wertsteigerung“, meinte Inka nach der Signatur durch Nicole und ich denke, dass dieses Bild für immer etwas Besonderes bleiben wird. Dass Jemand mit mir eines der 192 Weltbilder signiert, wird sich nur im Bild Nummer 100 wiederholen. Dann war es meine Loreley. Und nun durfte ich noch einen absoluten Wunsch äußern, der mich total happy machen würde, wie Inka meinte. Und schon war ich natürlich wieder beim Bau eines Rondells in Spergau um alle 192 Bilder würdig präsentieren zu können, denn ich komme am Ende wieder am Anfang an und der Kreis schließt sich. Island war das erste Land und Argentinien wird das letzte sein, und nicht Norwegen, wie ich irrtümlich in der Show meinte, denn das wird das Vorletzte werden. Vor einer Million Menschen kann man schon mal was verwechseln, obwohl man auf der Bühne überhaupt nicht daran denkt. Man nimmt auch das Publikum nicht richtig war, sondern konzentriert sich auf die Fragen und das was man sagen will und vor allem, wie man es originell ‘rüber bringt.
Dann kam der Ausmarsch auf der anderen Seite der Halle. Und da stand ich nun mit über 70 Bildern, die schon wieder an der Wand gestapelt wurden und mit über 70 Helfern. Und da war sie wieder, die Ungethüm, wieselflink wie immer. „Du musst mir jetzt helfen, ich muss noch was anderes organisieren. Du schnappst Dir jetzt fünf Kinder und ein Bild für die gemeinsame Schlussszene und dann bleibt Ihr hier stehen bis zum Einsatz“, ordnete Andrea an, keinen Widerspruch duldend. „O.K.“, entgegnete ich und schon war sie wieder weg. Da jeder weiß, dass auf mich Verlass ist, war das kein Problem. Die Schwierigkeit bestand nur darin, fünf Kinder auszuwählen oder „zu schnappen“, wie Andrea meinte. Denn eigentlich wollten alle mit. Natürlich war es auch für sie etwas ganz Besonderes im Fernsehen zu sein und das auch noch im Heimatort. Ich wurde noch Wochen danach auf der Straße angesprochen, wie schön das war. Auf jeden Fall musste ich fünf Kinder finden, fand sie auch, wobei natürlich einige Tränen flossen. „Ich darf nur fünf mitnehmen laut Anweisung vom Regisseur“ entgegnete ich den traurigen Gesichtern. Nun warteten wir auf der anderen Seite der Bühne neben dem Ende der Zuschauer-Tribüne auf den Final Count Down. Ich ließ die Kinder nicht mehr von der „Kette“ und ich hatte das Bild von RUANDA, welches Nicole als Fan von Afrika so sehr gefiel, für die Schlusssequenz ausgesucht. Wir konnten die Show weiter mit verfolgen, teilweise über Monitor oder direkt mit Blick zur linken Bühne, auf der sich jetzt für mich etwas magisch Fantastisches abspielte. Ein Magier brachte es fertig, dass sich seine hübsche Assistentin zehn Mal innerhalb von ein bis zwei Sekunden pro Kleidungsstück umgezogen hat, einfach sehenswert. Trotz der Nähe zur Bühne kriegt man es nicht mit, wie es funktioniert.
Und dann: Show Down. „Einzug der Gladiatoren“, hätte ich fast gesagt. Wir durften alle noch einmal auf die Bühne, die Flachlandfinken, der Mühlenverein und ich mit Nicole, den fünf Kindern und dem Ruanda – Bild. Noch einmal warben Inka und Matze für das Voting und dann spielten die Bay City Rollers, direkt aus Spanien kommend, ein Medley ihrer Hits.
Danach stieg die Spannung für uns noch einmal gewaltig an, denn es war entschieden, wer DAS GOLD DER INKA mit nach Hause nehmen darf. Der Goldbarren auf einem roten Samt Kissen liegend wurde heran gefahren, der goldene Briefumschlag wurde von Matze geöffnet und in dem Moment flüsterte mir Nicole, die für mich legendären Worte ins Ohr: „Wenn das hier mit rechten Dingen zugeht, sagt mir mein Bauchgefühl, wir werden gewinnen.“ Und in dem Moment verkündeten INKA & MATZE im Duett: „ Das GOLD DER INKA hat gewonnen“ … ,endlose Pause, … „PETER GEHRE.“ Nicole hatte recht. Das Gefühl in diesem Augenblick seinen eigenen Namen zu hören, kann man nicht beschreiben.
Peter Gehre
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