Putzen und pflanzen für den guten Zweck

Wie jedes Jahr fanden sich wieder zahlreiche Spergauer ein, um den Unrat rings um die Gemeinde einzusammeln. (Foto: Danny Terne)
Am Anfang war es eine Idee. Die Idee etwas für die Umwelt zu tun. Beherzte Spergauer wollten 2004 gegen die zunehmend illegale Müllentsorgung rings um die Gemeinde etwas tun. Also packten sie es an und sammelten den Müll, dessen sich Umweltsünder rings um das Dorf entledigt hatten. Der Müll wurde entsorgt und neue Bäume gepflanzt. Das wiederholte sich in den darauffolgenden Jahren. Inzwischen ist der Spergauer Umwelttag ein fester Termin im Jahreskalender der Gemeinde.
Auch in diesem Jahr war das wieder so. Sechzig Spergauer, darunter auch Schüler der Spergauer Grundschule, hatten sich morgens 9.00 Uhr auf dem Bäckerplatz eingefunden. Der Wettergott meinte es gut und schickte wärmende Sonnenstrahlen herab. Wie es sich für einen solchen Tag gehört. Mit Müllsäcken ausgerüstet zogen sie aus, um rings um die Gemeinde wieder den Müll der Umweltsünder einzusammeln. Wie jedes Jahr kam auch diesmal wieder Unglaubliches zum Vorschein. Defekte Autoreifen, Bauschutt und mehr. „Viele Säcke mit Katzenstreu waren noch das harmloseste was wir fanden“, berichtet Jens Hesselbarth vom Spergauer Ortschaftsrat. In der Tat. Am Spergauer Kaolinberg fanden die Müllsammler eine große Anzahl Fässer und Kanister mit Altöl und anderen giftigen Inhalt. Kein Wunder, dass da die Empörung hohe Wellen schlug.
Der Spergauer Umwelttag hat aber auch seine schönen Seiten. Nicht nur der Sonnenstrahlen wegen. Jedes Jahr wird in der Gemeinde ein Baum gepflanzt. In diesem Jahr war es ein ganz besonderer. Auf der Fläche gegenüber der Bushaltestelle wurde eine Eiche gepflanzt. Die, so berichtete Mitorganisator Danny Terne, soll dem 500. Jahrestag der Reformation gewidmet sein. Als Luthereiche soll sie künftig in Spergau einen festen Platz einnehmen.
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