Vom roten Faden der Spergauer Turner Turn- Gala zum 125. Vereinsjubiläum

Ob Stufenreck, Schwebebalken, Bodenmatte oder Barren. Für jede Übung gab es Beifall von der Zuschauerkulisse. Und die war in der Jahrhunderthalle, für eine Landgemeinde wie Spergau, mehr als beeindruckend.
 
Die Spergauer Altersturner zählen sich noch nicht zum alten Eisen. Günter Jähnigen beeindruckt hier mit seiner Übung am Barren
Seit 125 Jahren wird in Spergau Sport getrieben. Organisierter Sport. Und seit dieser Zeit zieht sich der Turnsport wie ein roter Faden durch die Spergauer Sportgeschichte.
Im Jahr 1891gründet sich der Turnverein Spergau aus dem einige Jahre später der Allgemeine Turn- Verein (ATV) Spergau hervorgeht. Es wurden Turnübungen absolviert nach den Ideen des Turnvaters Friedrich- Ludwig- Jahn. Es gehörte damals in Spergau zum „guten Ton“, Mitglied im Turnverein zu sein.
In der Zeit der beiden Weltkriege reißt der rote Faden. Doch immer wieder finden sich beherzte Spergauer, die an den roten Faden anknüpfen. Wettkampfmäßig treten nach 1945 nur die Senioren in Erscheinung, aber die können bemerkenswerte Erfolge erzielen. Nach und nach etabliert sich das Kinderturnen. Regelmäßig fahren die Spergauer Turneleven zu Wettkämpfen auf Kreis- und Landesebene. Als Sieger und Platzierte kommen sie zurück. Der rote Faden hält. Um das zu demonstrieren fand am vergangenen Samstag eine Geburtstags- Turn- Gala in der Spergauer Jahrhunderthalle statt. Hervorragend organisiert zeigten die Spergauer Turner einen Ausschnitt aus ihrem Leistungsprogramm. Den Anfang machten die Kleinsten. Die drei bis vierjährigen Kinder zeigten, was sie schon gelernt haben. Das konnte sich sehen lassen. Für die Älteren ging es an die Turngeräte. Ob Stufenreck, Schwebebalken, Bodenmatte oder Barren. Für jede Übung, ob gelungen oder weniger gelungen, gab es Beifall. Die meisten der Spergauer Turneleven hatten noch nie zuvor vor solch einer Publikums- Kulisse geturnt. Und die war in der Jahrhunderthalle, für eine Landgemeinde wie Spergau, mehr als beeindruckend. Auch die Spergauer Altersturner sind noch aktiv. Susanne Becherer und Günter Jähnigen beeindruckten mit Ihren Übungen und machten bei der Turn-Gala eine Superfigur.
Natürlich hatten sich die Spergauer auch Gäste eingeladen. Vom benachbarten SV Halle waren zum Spergauer Geburtstagsjubiläum die Nachwuchstalente gekommen. Und sogar eine Olympiasiegerin hatte man im Programm: Lisa Didenko war 2000 in Sydney Goldmedaillengewinnerin mit der Gymnastik-Gruppe. Selbst die älteste aktive Turnerin, die 91jährige Johanna Quaas ließ es sich nicht nehmen bei der Geburtstags-Gala der SG Spergau dabei zu sein. Für ihre inzwischen weltbekannte Barrenübung erhielt sie frenetischen Beifall.
Eine moderne Airtrackbahn war zur Gründung der SG im Jahre 1891 unvorstellbar. Heute begeistert sie die Spergauer Kinder und ist ein beliebtes Trainingsgerät. Das kam zum Abschluss der Turn- Show mit den Übungen von den „fliegenden Menschen“ zum Ausdruck. Herrlich und in beeindruckender Höhe zeigten die Turntalente ihre Sprungrollen. Denn Turnen macht auch unendlich viel Spaß. Damit endete die große Turn- Gala eines kleinen Vereins, der damit würdig und beeindruckend sein 125. Gründungsjubiläum beging.
Heute sind die Spergauer Turner aus dem gesellschaftlichen Leben der Gemeinde Spergau nicht mehr wegzudenken. Die Spergauer Turnerschaft zählt mit zu den größten und vielseitigsten Turngruppen der Region. Dabei wird größter Wert auf die Heranführung des Nachwuchses gelegt. Sie werden dafür sorgen, dass der rote Faden der Spergauer Turner nicht wieder abreißt.
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