Soziales Ehrenamt stärken

im Dialog
Magdeburg: Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt |

Verantwortungspartner aus Sangerhausen zu Gast im Sozialministerium

Seit 2010 wirken Mitarbeitende regionaler Unternehmen, Entscheider der Ämter des Landkreises und Haupt- und Ehrenamtliche aus sozialen Vereinen in einer Verantwortungspartnerschaft. „Ziel des fachlichen Austausches ist es, ehrenamtliches Engagement zu stärken und lebenswerte Nachbarschaften zu ermöglichen“, erklärt Susanne Billhardt.

Die Vorsitzende des Vereines Tiergestütztes Lernen und Leben koordiniert die Verantwortungspartnerschaft, die am letzten Mittwoch im Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt empfangen wurde. Gundel Berger, Referatsleiterin Seniorenpolitik und Bürgerschaftliches Engagement, lobte das beispielhafte Miteinander von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung und zeigte sich beeindruckt von dem Engagement vor Ort.

2013 haben sich die mittlerweile über 40 Familien- und Sozialpaten fast 2.500 Stunden engagiert und Familien bei der Bewältigung des Alltags ehrenamtlich begleitet. „Dabei ist es wichtig, dass das Ehrenamt als ergänzendes Instrument professioneller Angebote verstanden wird“, hebt Billhardt hervor.

Gleichzeitig müsse klar sein, dass ein professionelles Ehrenamtsmanagement personelle und finanzielle Ressourcen benötigt. „Wir diskutieren über fachliche und methodisches Vorgehen, aber irgendwann landen wir immer beim Geld“, berichtet die promovierte Pädagogin. Denn die Verantwortungspartner ermöglichen mit ihrem finanziellen Engagement soziales Ehrenamt in der Rosenstadt.

„Als Wohnungsgenossenschaft stehen wir in Verantwortung für unsere Mieter, dazu gehört auch unterstützende Begleitung in schwierigen Lebenssituationen“, erklärt Karina Kaiser. Die Vorständin der Wohnungsbaugenossenschaft Sangerhausen e. G. wünscht sich, dass man mehr in Menschen investiere. Denn die Entwicklung der Nachbarschaften in den Quartieren sei ein wesentlicher Standortfaktor.

Neben den Verantwortungspartnern vor Ort komme der Landespolitik eine wichtige Rolle zu. „Finanzierungssicherheit, Anerkennungskultur und ein offene Diskussionskultur bei gesellschaftlichen Problemlagen“, lauteten die Forderungen an die im Land Verantwortlichen.

Eine erste offene Diskussion ergab sich bei der Präsentation der Verantwortungspartner im Zentrum Frühe Hilfen. Hier wurden das soziale Ehrenamt und die Art der Zusammenarbeit mit Unternehmen und Verwaltung den Verantwortlichen der Jugendämter aller Landkreise und kreisfreien Städte präsentiert. Das beispielhafte Engagement der Verantwortlichen im Landkreis Mansfeld-Südharz zeige, dass ehrenamtliches Engagement gewollt und gebraucht werde, um Nachbarschaften zu stärken.

„Der Dialog mit Entscheidern aus Politik und Verwaltung soll intensiviert werden, um gesellschaftlichen Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und präventiv zu reagieren“, sagt Billhardt abschließend. Sie hofft, dass weitere Verantwortungspartner mitmachen und soziales Ehrenamt in der Region Sangerhausen möglich machen.

Mitwirkende in der Verantwortungspartnerschaft:

- Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) Sachsen-Anhalt e.V.
- Landkreis Mansfeld-Südharz, vertreten durch das Jugendamt und das Sozialamt
- WGS Sangerhausen e.G.
- SWG Städtischer Wohnungsbau GmbH Sangerhausen
- Sparkasse Mansfeld-Südharz
- Stadtwerke Sangerhausen GmbH
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