Wanderung: Meisdorf - Selkeauen - Sinsleben

Wassermühle in Meisdorf
 
Teil der Wandergruppe auf dem Weg zur Selkefurt
Falkenstein/Harz: Meisdorf | Der Harzklub Quedlinburg hatte sich entschlossen an der Wanderung des Harzklubs Falkenstein, durch die Selkeauen, teilzunehmen. Dadurch wuchs die gemeinsame Wandergruppe auf 41 Personen an. Vom Parkplatz Schützenhaus in Meisdorf ging es, vorbei an einer Kleingartenanlage, auf dem Feld - und Wanderweg in Richtung Ermsleben. Nach knapp 2 km verließen wir den Weg und wanderten in Richtung der Selke - Furt..

Hochwasserschutz für die Anlieger der Selke

Dort angekommen, stellten wir fest, dass die Selke - ein Harzfluß - ein erhöhtes Wasseraufkommen hatte. Sofort kamen die Erinnerungen an das letzte Hochwasser vom April 1994 zurück. Nach tagelangen Regenfällen stand damals das ganze Selketal mit den Selkeauen und vielen Ortschaften zum Teil unter Wasser. Da der Hauptgrund für die immensen Hochwasserschäden in der Verbauung der Flussniederungen zu suchen ist und dieser Vorgang kaum umkehrbar ist, muss nach einer anderen Lösung für den Hochwasserschutz gesucht werden. Die einfachste und effektivste Lösung stellt der Bau eines "Grünen Damms" bei Meisdorf dar. Da dieser Damm aber einen massiven Eingriff in die Natur darstellt, lehnen viele Naturschützer diesen Damm ab. Deshalb hat sich die Bürgerinitiative "Naturnaher Hochwasserschutz Selke" gebildet. Sie halten den geplanten Dammbau, durch entsprechende anderen alternativen Maßnahmen, für überflüssig. Leider wurde dem laufenden Planfeststellungsverfahren kein Raumordnungsverfahren vorgeschaltet, sodass erst nach Abschluss des Verfahrens die Naturschützer ihre Ansprüche geltend machen können. Ich denke, dass die Landesregierung nach nunmehr 23 Jahren in der Pflicht ist, konkrete Maßnahmen zum Schutz ihrer Bürger einzuleiten.

auf dem Weg zur Besichtigung der St. Andreaskirche in Sinsleben

In Höhe der Furt beginnt ein reizvoller Wanderweg entlang der Selke in Richtung Ermsleben/Sinsleben. Unzählige Schneeglöckchen säumten diesen Weg durch die Selkeauen. In Sinsleben, das auch vom Hochwasser betroffen war, angekommen, besichtigten wir die, auf einer Anhöhe gelegene St. Andreaskirche. Hier wurden wir vom Vorsitzenden des Fördervereins zur Erhaltung der Andreaskirche, Herrn Ernst von Schönfeldt, begrüßt. Er informierte uns über die Besonderheiten dieser ursprünglich romanischen Kirche. Durch die Initiativen des Fördervereins konnte diese Dorfkirche umfassend renoviert werden. Zusammen mit Herrn Klingenberg, der ehrenamtlich für die Kirchenuhr verantwortlich ist, konnten wir den Kirchenturm besteigen. Hier war neben den beiden alten, bronzenen Kirchenglocken ein noch voll funktionsfähiges Uhrwerk aus dem Jahre 1930 zu bestaunen. Eine Besonderheit der größeren Glocke ist, die für den Gottesdienst elektrisch geläutet wird, dass sie zusätzlich über ein Hammerschlagwerk als Stundenglocke genutzt wird. Die kleinere Glocke wird dagegen nur für den Viertelstundenschlag genutzt. Diese Uhr muss noch von Hand wöchentlich aufgezogen werden.

zurück zum Parkplatz

Für den Rückweg benutzten wir den Weg am anderen Ufer der Selke. Nach zirka zwölf Kilometern kamen wir, mit vielen neuen Eindrücken, wieder am Parkplatz an. Unser aller Dank geht an die Wanderleiterin Karin Hundsdörfer, die diese Wanderung plante, organisierte und bravourös leitete.
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 14.03.2017 | 19:46   Melden
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