Ausflugstipp: Bad Kösen im Burgenlandkreis

Das Gradierwerk im Kurpark von Bad Kösen gehört zu den Wahrzeichen der Stadt.
 
. . . an der Saale hellem Strande: Die Rudelsburg und die Burg Saaleck hoch über der Saale gehören zu den bekannten Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Umgebung von Bad Kösen.
Verträumte Flussauen und Wälder, terrassenförmig angelegte Weinberge und sanfte Höhenzüge prägen die Landschaft rund um Bad Kösen, die oft auch liebevoll als „Toskana des Ostens“ bezeichnet wird. Hier lässt sich nicht nur wunderbar kuren, Bad Kösen lohnt sich auch für einen kurzen Ausflug – zu jeder Jahreszeit.
Bereits im vergangenen Jahrhundert war die Stadt an der Saale, die seit 1. Januar 2010 zu Naumburg gehört, ein blühender Kurort. Hier ließen es sich Theodor Fontane, Frantz Liszt, Adolf von Menzel und viele andere Größen aus Europa und Übersee gut gehen.

Das Heilbad Bad Kösen verfügt über eine landschaftlich reizvolle und historisch interessante Umgebung. Gelegen an der „Straße der Romanik“ und am Saale-Radwanderweg zieht es damals wie heute nicht nur Kurgäste sondern auch immer viele Natur-, Kultur- und Wanderfreunde nach Bad Kösen.

Für einen Tagesausflügler hält Bad Kösen einiges an Sehenswertem bereit: Das wäre zunächst das Gradierwerk, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Das Gradierwerk steht im schön gestalteten Kurpark Bad Kösens, in dem zur Kursaison auf einer Freilichtbühne regelmäßig open-air-Kurkonzerte stattfinden.
Wer sich für die Geschichte der Stadt interessiert, ist im Romanischen Haus, das sich gleich neben dem Kurpark befindet, genau richtig. Es gilt als der älteste Profanbau Mitteldeutschlands und war einst Bestandteil eines Wirtschaftshofes des Zisterzienserklosters Pforta. Das Romanische Haus stammt aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Es ist der älteste erhaltene Steinbau einer klösterlichen Außenwirtschaft in Sachsen-Anhalt, vermutlich sogar deutschlandweit. Seit 1955 wird es als Museum genutzt. Interessante Ausstellungen im Romanischen Haus geben Einblick in die Kösener Stadtgeschichte – bis hin zur Puppenwerkstatt von Käthe Kruse.

Natürlich kann man Bad Kösen nicht verlassen, ehe man nicht auf den Burgen Saaleck oder Rudelsburg gewesen ist. Nur einen Steinwurf von der Stadt entfernt, kann man hinwandern, wenn man gut zu Fuß ist. Es gibt aber auch einen Linienschiffsverkehr von Bad Kösen bis an den Fuß der Rudelsburg. Natürlich kann man die Burgen auch auf dem Landweg bequem erreichen.

Von der Rudelsburg aus kann man die Burg Saaleck sehen, in der sich ein Museum befindet. Es erinnert vor allem an den Mord an Walther Rathenau, dessen Mörder sich hier oben versteckten.

Wenn man gut zu Fuß ist, kann man, ohne Höhenunterschiede überwinden zu müssen, zwischen den Burgen wandern.

Zwischen Naumburg und Bad Kösen befindet sich auch die Landesschule Pforta, ein Traditionsreiches Internatsgymnasium, das sich in Trägerschaft des Landes Sachsen-Anhalt befindet und das nach einem besonderen Konzept der Begabtenförderung in den Bereichen Sprachen, Musik und Naturwissenschaften arbeitet. Die ehemalige Klosteranlage wurde schon 1543 vom Kurfürsten Moritz von Sachsen in eine Internatsschule umgewandelt - damals mit dem Ziel, begabte Knaben bestmöglich auf ein Universitätsstudium vorzubereiten. Die Auswahl der Schüler erfolgte unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.

Nach den napoleonischen Kriegen wurde Schulpforte preußisch und erlebte im 19. jahrhundert eine besondere Blütezeit.

Nach dem II. Weltkrieg hatte die Schule einen eher „bürgerlichen“ Neuanfang. Nach der Gründung der DDR kam es jedoch zu heftigen ideologischen Auseinandersetzungen unter den Schülern, in denen sich die FDJ- Jugendorganisation durchsetzte. 1959 wurde Schulpforte als normale Erweiterte Oberschule in das Bildungssystem der DDR integriert. 1990 ging die Schule als Landesschule Pforta in die Trägerschaft des Landes Sachsen-Anhalt über. Musik- und Sprachenzweig werden fortgeführt, wobei bei den Sprachen die Betonung wieder stärker auf den Alten Sprachen liegt. Mit der Einrichtung eines naturwissenschaftlichen Zweiges wurde 1992 das Gesamtprofil der Schule vervollständigt.
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Melanie D. aus Salzatal | 23.09.2013 | 14:25   Melden
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