Historische und rare Kino-Technik: die sowjetischen KN- Projektoren - KN 17 & KN 20

TK -35
 
KN-17
Merseburg (Saale): Luftfahrt- und Technik Museumspark | Um die in die Jahre gekommenen TK`s abzulösen, wurde in der DDR einige
Mobile Projektoren vom Typ KN-17 und KN-20 aus der UdSSR importiert.
Es stellte sich jedoch schon sehr bald heraus, dass die KN keineswegs die gute
alte TK-35 verdrängen konnte. Zwar war die KN als transportable Anlage
konzipiert, aber wer jemals eine KN aufgebaut hat, weiß, welch ein Kraftakt
dies darstellt. Die KN ist dermaßen schwer, dass man sie kaum alleine auf die
Stative b.z.w. Säulenständer bekam. Zudem ist die KN im Betrieb so laut,
dass eine Aufstellung im gleichen Raum wie die Zuschauer unmöglich erschien.

In den 70er Jahren recht zahlreich entstandenen sog. Sommerkinos, in Jugend-
Klubs mit separaten Vorführräumen oder anderen Örtlichkeiten zum Beispiel bei der Volksarmee, der Polizei oder in Schulen , immer wo sie stationär aufgebaut werden konnte, hatte die KN allerdings durchaus Ihre Daseinsberechtigung . Die KN bot gegenüber der TK einige nicht von der Hand zu weisende Vorteile:

- Die Bedienung der KN ist sehr gut. Es gibt kein extra Schaltegerät
wie bei der TK. Vielmehr verfügt jeder Projekterkopf über einen Kipp –
schalter zum Starten des Motors und einen Taster für die Überblendung
und zum Einschalten der Projektionslampe. Weiter Bedienungsschalter
gibt’s es bei der KN nicht.

- Es gibt auch keine Feuerschutz-Kassetten. Die KN ist mit zwei Spulenarmen
ausgerüstet.

- Entgegen dem eigentlichen schweren Projektoren, ist sowohl der zur KN
-Anlage gehörende Transistorverstärker als auch die Lautsprecherboxen
relativ leicht und kompakt.

- Die KN ist ein „Allesfresser``Filme, die selbst noch durch die KN durchliefen
sind auf der TK nicht mehr spielbar.

Ein paar Jahre später tauchte eine Weiterentwicklung der KN- 17 auf, die KN 24
Diese Maschinen (in Silberfarbe zu sehen) Bauj. 1979 ist noch schwerer als die KN 17. Während es für die KN 17 noch Stative gibt, ist eine Aufstellung der KN – 24
nur möglich auf einem massiven Säulenständer.
Schon von daher verbot sich ein mobiler Einsatz der KN- 24 von selbst.

Selbst in der DDR waren KN-24 recht selten zu finden.

Hier im Luftfahrt- und Technik- Museum Museumspark Merseburg, haben Sie die einzigartige Gelegenheit eine KN17 und eine KN 24 zu besichtigen.

Beide Projektoren sind voll einsatzbereit und werden gelegentlich von Herrn Frank Hoffmann zu Vorführungen eingesetzt.

Wesentlich mehr Exponate zu Film- und Kino-Technik können in der Ausstellung besichtigt werden!

Vielleicht statten Sie auch einmal den anderen Museumsstücken einen Besuch
ab und planen mindestens 2 Stunden Besuchszeit ein?

Geöffnet ist jeweils Di-Do 9-16 Uhr, Fr. 9-14 Uhr und an den Wochenenden und
Feiertagen von 9-17 Uhr. Letzter Einlaß jeweils eine Stunde vor Schließung
oder bei Eintritt der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen.

Erreichbar ist der Luftfahrt- und Technik Museumspark Merseburg über die
Hans-Grade-Str./Ecke Kastanienpromenade in 06217 Merseburg von der B91
bzw.A38 Abfahrt Merseburg-Nord aus.


Luftfahrt- und Technik Museumspark Merseburg
Kastanienpromenade 50 /
Hans-Grade-Str.
06217 Merseburg

Tel. 03461 525776
Fax 03461 525778

www.luftfahrt-technik-museum.de
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2 Kommentare
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Roland Horn aus Dessau-Roßlau | 01.05.2013 | 13:38   Melden
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 02.05.2013 | 08:18   Melden
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