Hubschrauber Rotorblatt vom Aérospatiale SA-318

  Merseburg (Saale): Luftfahrt- und Technik Museumspark | Die Aérospatiale SA-318 oft auch bezeichnet als Alouette II ist ein
Hubschrauber aus französischer Produktion. Der Hubschrauber war einer der
ersten in Serie gefertigten Hubschrauber mit Gasturbinentriebwerk. Als
Hinweis auf den Luftfahrt- und Technik Museumspark Merseburg wurde an der
Kreuzung zur Radrennbahn an der Fernstraße B91 ein solchen Modell
aufgestellt.

Die Alouette (franz. für Lerche) II wird eigentlich von einem lauten
unverkleideten Turbinentriebwerk angetrieben. Das französische
Hersteller-Konsortium Aérospatiale fertigte die Alouette II mit einem
Kufenlandegestell, Dreiblatt-Hauptrotor und einem Zweiblatt-Heckrotor.

Bis auf einige Streben zur Stabilisierung ist die räumlich vom Cockpit nicht
getrennte Kabine voll verglast. Das Rumpfgerüst und der Heckausleger sind in
Stahlrohrgerüstbauweise gefertigt und nicht verkleidet. Die fehlende
Verkleidung gibt freie Sicht und gute Zugänglichkeit auf die
Antriebselemente hinter der Kanzel. Die Alouette fand weite Verbreitung und
Verwendung im Militär- und Zivilbereich zum Passagiertransport und als
Beobachter, vor allem aber in der Flugausbildung (hier vor allem aufgrund
der Ausführung mit nur einem Triebwerk zur Durchführung von Autorotationen).
Früher nutzte man sie mitunter auch zum Patiententransport in der
Luftrettung, aufgrund der beengten Platzverhältnisse aber eher sporadisch.

Als erstes Hubschraubermodell wurde die Alouette II bei zahlreichen
deutschen Polizeihubschrauberstaffeln eingesetzt, unter anderem zur
Einsatzführung und Grenzüberwachung beim früheren Bundesgrenzschutz (bis
Ende 2007), der deutschen Bundeswehr (bis Anfang 2008), den schweizerischen
Firmen Air Zermatt und Air Glaciers sowie in zahlreichen anderen
europäischen Ländern.

Zur Schulung von Pilotennachwuchs ist die Alouette II besonders geeignet,
weil die manuelle indirekte Steuerung Steuerfehler verzeiht und Fliegen ohne
Automatik, d.h. mit nicht stabilisierter Steuerung, ermöglicht.
flugstabilisierende Elemente, wie sie bei modernen zweimotorigen
Hubschraubern zu finden sind, fehlen bei der Alouette II. Dies führt dazu,
dass der Pilot sehr aufmerksam und bewusst die Steuerungselemente handhaben
muss und so ein gutes Gefühl bekommt, wie die Maschine auf Bedienung der
Steuerelemente reagiert.

Zum Ausgleich von Unwuchten in den drei Blättern des Hauptrotors befinden
sich in den Enden jeweils Trimmgewichte, die vom Gewicht un der Lage
einstellbar sind, wie man unter der Verkleidung erkennen kann. Der Rotor ist
ein ganz wertvolles, für die Sicherheit des Hubschraubers wichtiges Teil,
welches ganz genau gefertigt und später gegen Hagelschlag und andere
Beschädigungen geschützt werden muß. Ein Blatt des Hauptrotos heizt sich
während des Fluges auf und wird im Inneren durch Aluminiumwaben
stabilisiert, welche diese Reibungswärme ausgleichen.


Vielleicht statten Sie auch einmal den anderen Museumsstücken einen Besuch
ab und planen mindestens 2 Stunden Besuchszeit ein?

Geöffnet ist regulär jeweils Di-Do 9-16 Uhr, Fr. 9-14 Uhr und an den
Wochenenden von 9-17 Uhr. Letzter Einlaß jeweils eine Stunde vor Schließung
oder bei Eintritt der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen.

Im Winter kann es sicherheitstechnisch bedingt zum kurzfristigen Schließen
der Ausstellung kommen, daher ist ein vorheriger Anruf sinnvoll.

Erreichbar ist der Luftfahrt- und Technik Museumspark Merseburg über die
Hans-Grade-Str./Ecke Kastanienpromenade in 06217 Merseburg von der B91 (am
gelben Hubschrauber Aérospatiale SA-318 abbiegen)
bzw. über die A38 Abfahrt Merseburg-Nord aus.


Text & Fotos
Förderverein Luftfahrt- und Technik Museumspark Merseburg e.V.
Kastanienpromenade 50 /
Hans-Grade-Str.
06217 Merseburg

Tel. 03461 525776
Fax 03461 525778

www.luftfahrt-technik-museum.de
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 13.08.2013 | 11:29   Melden
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