Mein Rückblick auf die Veranstaltung "Psychiatrischer Trialog im Saalekreis" am 12.10.15

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Auch von diesem Trialog möchte ich den Lesern wieder eine Rückmeldung geben. Der Psychiatrische Trialog fand ja am Montag, den 12.10.15, statt. Das Thema lautete Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Es war sehr interessant und informativ. Die Veranstaltung zu diesem Thema wurde durch den Vortag von Dr. Reinelt bereichert. Die Posttraumatische Belastungsstörung ist ja ein spezielles Gebiet unter den psychischen Erkrankungen und bedarf einer Behandlung in einer speziellen Klinik für PTBS.

Die verschiedensten Ereignisse können traumatisch wirken, das heißt, die menschlichen Regulations- und Kompensationsmöglichkeiten werden überfordert. Dies können menschlich verursachte Traumen sein, wie z.B.:
Sexuelle und körperliche Misshandlung in der Kindheit
Kriminelle und familiäre Gewalt
Vergewaltigung oder deren Versuch
Kriegserlebnisse
Außerdem können Katastrophen und (berufsbedingte) Unfälle zu PTBS führen, z. B.:
Technische Katastrophen z. B. Feuer
Berufsbedingte Katastrophen/ Einsätze (Polizei,Feuerwehr,Rettungsdienste)
Berufsbedingte Unfälle( Unfälle als Lokführer oder Zugbegleiter
Arbeits-u.Verkehrsunfälle

Die PTBS sollte auch so zeitnah wie möglich behandelt werden, erfuhr ich. Je länger der Betroffene wartet, umso schwieriger wird dann die Behandlung. Es erfolgt ein chronischer Verlauf der Krankheitssymptome.

Die o.g. Traumen sind für jeden Betroffenen schon einschneidende und schwerwiegende Traumen, die ihr Leben massiv verändert. Ich könnte mir schon vorstellen, dass nicht jeder den Mut hat, an so einer Veranstaltung teilzunehmen. Aber gerade für diese Menschen wird der Trialog organisiert und durchgeführt. Es soll für die Betroffenen, Angehörigen, Freunde eine Hilfe und ein Anlaufpunkt sein. Die Verantwortlichen des psychiatrischen Trialogs und die eingeladenen Ärzte/Psychologen wollen ein Ansprechpartner für diese Menschen sein.

Die anschließende Gesprächsrunde im psych.Trialog wurde gut genutzt, wobei sehr offen und ehrlich diskutiert wurde. Die Beteiligung an dem psych.Trialog könnte besser sein. Es wäre schön, wenn sich noch mehr Menschen an diesem beteiligen würden. Die Gäste können den psych.Trialog auch "nur als Zuhörer"nutzen und Informationen für sich gewinnen. Der Trialog kann nur so gut sein wie seine Beteiligten ihn begleiten und unterstützen. Für mich ist er eine wichtige Veranstaltung, bei dem psychische Erkrankungen besprochen und dargestellt werden, und wo ich mit Betroffenen/Angehörigen/Ärzte über dieses Thema diskutieren kann.

An was liegt es, dass die Veranstaltung von der Bevölkerung nicht so angenommen wird wie sich das die Veranstalter wünschen?
Schreiben Sie mir doch bitte Ihre Meinung oder Ihre Gedanken bezüglich des psych.Trialogs. Ich wäre Ihnen sehr dankbar.

Ihre Silva Bär
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