Der Diaprojektor - ein schon historisches Gerät

Projektor Aspectar für die Schule
Merseburg (Saale): Luftfahrt- und Technik Museumspark | Der erste Projektionsapparat war vermutlich die Laterna Magica (lat.),
"Zauberlaterne". Sie wurde in verschiedenen Ausführungen gebaut. Mit einer
dieser Ausführungen konnte man zwischen zwei Bildern einen weichen Übergang
erzeugen, indem man die Projektionslampe langsam nach oben und unten schob.
Es gibt auch Dreifachprojektoren mit Blenden für pausenlosen Wechsel.
Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden kombinierte Projektoren
angeboten, die sowohl als Durchlicht- als auch als Auflichtprojektoren
funktionierten.
Zu Beginn der Fotografie war es nur möglich, aus Glas-Fotoplatten durch
Kontaktkopie Fotos zu entwickeln und anzuschauen. Später wurden Techniken
entwickelt, um die Foto-Bilder mit einem Vergrößerungsgerät (was wir auch in
der Ausstellung haben) vergrößert herzustellen oder sie als Diapositiv einem
größeren Publikum zugänglich zu machen. Damit war der Weg zum Kleinbild
geebnet, da es nicht mehr nötig war, im Format des späteren Bildes zu
fotografieren.

Der erste Kleinbild-Diaprojektor stammt aus der Firma Leitz in Wetzlar und
erschien 1926, ein Jahr nachdem die erste Kleinbildkamera des Typ Leica (mit
damaligen Schwarz-Weiss-Film) auf den Markt gebracht worden war. Dieser
Projektor war der Urvater all der Diaprojektoren, die später mit
Magazinführung, Überblendtechnik und anderen Verfeinerungen das Betrachten
von Diapositiven ermöglichten. Im Zuge der Digitalisierung in der Fotografie
gibt es heute nur noch ganz wenige Hersteller dieser Projektoren.

Der Diafilm (oft mit der populären Praktika-Spiegelreflex-Kamera
aufgenommen) wurde entwickelt aus dem Kino-Film und diente besonders auch in
Schulen der Verdeutlichung von Sachverhalten, welche auf eine Bildwand
mithilfe einer lichtstarken Halogenlampe und einem Objektiv projiziert
wurden. Unsere Projektoren waren ursprünglich dort im Einsatz.

Es gab verschiedene Formate für Dias, wobei das Format 6x6 (mit der
legendären Kamera Pentacon-Six aus Dresden) neben dem Kleinbild-Format eine
gewisse Bedeutung für die Presse und die Druckvorstufe des farbigen
Buchdruck erlangte, da die Abbildungsqualität feinste Nuancen zeigte. (Der
dazugehörtige Projektor wurde als Malisix von der Leipziger Firma Malinski
bis zu deren Verstaatlichung gefertigt).

Besonders nach dem Aufkommen des für Privatleute bezahlbaren Farbfilmes in
den 60-er Jahren gewannen Diaabende / Diavorträge als öffentliche
Veranstaltungen eine große Bedeutung und in vielen Familien wurden
Urlaubserinnerungen als Kleinbild-Dia archiviert.

Der Fotoclub Merseburg veranstaltete regelmäßig bis in die 90-er Jahre
hinein solche öffentlichen Veranstaltungen im Ständehaus. Dort konnten
Fotoamateure ihre besten Diapositive einem größeren Betrachterkreis
vorführen und sich Ratschläge für die künftige Fotografie holen.

Jetzt haben die Diaprojektoren ihre Bedeutung verloren - und sind fast
ausschließlich im Museum zu bestaunen.


Vielleicht statten Sie auch einmal den anderen Museumsstücken einen Besuch
ab und planen mindestens 2 Stunden Besuchszeit ein?

Geöffnet ist regulär jeweils Di-Do 9-16 Uhr, Fr. 9-14 Uhr und an den
Wochenenden von 9-17 Uhr. Letzter Einlaß jeweils eine Stunde vor Schließung
oder bei Eintritt der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen.

Im Winter kann es sicherheitstechnisch bedingt zum kurzfristigen Schließen
der Ausstellung kommen, daher ist ein vorheriger Anruf sinnvoll.

Erreichbar ist der Luftfahrt- und Technik Museumspark Merseburg über die
Hans-Grade-Str./Ecke Kastanienpromenade in 06217 Merseburg von der B91(am
gelben Hubschrauber abbiegen)
bzw. über die A38 Abfahrt Merseburg-Nord aus.


Text & Fotos
Förderverein Luftfahrt- und Technik Museumspark Merseburg e.V.
Kastanienpromenade 50 /
Hans-Grade-Str.
06217 Merseburg

Tel. 03461 525776
Fax 03461 525778

www.luftfahrt-technik-museum.de
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3 Kommentare
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Luftfahrt- und Technik- Museumspark aus Merseburg | 03.07.2013 | 11:04   Melden
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Gottlob Philipps aus Halle (Saale) | 03.07.2013 | 12:42   Melden
563
Luftfahrt- und Technik- Museumspark aus Merseburg | 03.07.2013 | 16:04   Melden
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