Wasserkraftwerk und Fischaufstiegsanlage am Muldestausee

Blick von der Brücke am Muldestausee-Auslauf
Muldestausee: Auslaufbauwerk Muldestausee | Vor fast genau zwei Jahren hatte ich schon einmal über die östliche Fischaufstiegsanlage am Muldestausee bei Friedersdorf berichtet.
Damals wie gestern war der herrliche Sonnenschein. Nachdem ich mich bei Dipl.-agr.-Ing. Thomas Eisel in Mühlbeck wieder mit einer monatlichen Lieferung frischer Orangen aus Sizilien eingedeckt hatte, fuhr ich deshalb trotz frischer minus 7 ° C nicht gleich nach Hause, sondern zum Muldestausee
Nun sieht es hier deutlich anders aus.

Seit über einem Jahr wird am westlichen Muldestausee-Auslauf ein Wasserkraftwerk einschließlich einer weiteren Fischaufstiegsanlage gebaut.

Allein die Wanderhilfen für die Fische kosten Millionen. Rechts und links des geplanten Wasserkraftwerks entstehen eine Fischauf- und eine Fischabstiegstreppe. So soll auch verhindert werden, dass die Fische in die Wasserwerk-Turbinen geraten.
Doch die Größe und Komplexität des Projektes verzögerten nach Aussagen von Verantwortlichen den Baubeginn und Fortschritt immer wieder.
Quellen: https://www.mz-web.de/2893550 und https://www.mz-web.de/25585972

Wollen wir hoffen, dass das Gesamtkonzept tatsächlich bis Ende 2018 fertiggestellt wird und Wanderfische wie Aale, Lachse und Störe dann die Qual der Wahl haben, welche Fischtreppe sie dann benutzen wollen.

Die zunehmende Sauberkeit der Mulde trägt augenscheinlich Früchte.
Die Vereinigte Mulde wurde 1996/97 an 26 Probestellen bzw. Probestrecken zwischen Sermuth und Dessau mit dem Elektrofischfanggerät vom Boot aus und mit Stellnetzen (Multimaschennetze und Standardnetze) befischt. Örtlich konnten Reusen eingesetzt werden.
Für das Untersuchungsgewässer konnten die Daten von insgesamt 3471 Fischen (536
kg) protokolliert werden.
Insgesamt wurden 25 Fischarten in der Vereinigten Mulde nachgewiesen.
Quelle:Fischfaune_Mulde_gesamt.pdf von Jens Geisler

Untersuchungen des Potsdamer Instituts für Binnenfischerei hatten im Jahr 2012 ergeben, dass der Fischbestand unterhalb des Dessauer Wehrs gewachsen ist. 19 Arten wurden damals gezählt. Steinbeißer, Schmerle, Bitterling, Stichling und Smolt (allesamt geschützte Arten) sowie Aal, Aland, Döbel, Güster, Hasel, Hecht, Barsch oder Wels fühlen sich in dem Fluss heimisch.
Quelle: Mulde Fischbestand erholt sich


Im nächsten Teil unternehmen wir nochmals eine kurze Winterwanderung an den Muldeauen und um den Steinberg (119 m) bei Muldenstein.
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2 Kommentare
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 07.02.2018 | 21:59   Melden
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 08.02.2018 | 18:52   Melden
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