Winteransichten Nähe Salegaster Forst, Etappe 5 - an der Mulde

Zum Muldewehr soll die Reise gehen, nicht zum Bahnhof und (noch) nicht zum Steinberg
 
Meine letzten Wanderrouten
Muldestausee: Auslaufbauwerk Muldestausee |

Vom Muldestausee zum ehemaligen Muldewehr und retour

Wie halt bei mir seit Jahren so Sitte, habe ich mir erst mit Hilfe des PCs eine Wanderoute ausgedacht und anschließend versucht sie teils fern von ausgetretenen Wegen in die Tat umzusetzen.
Urteilt selbst, ob sich der Aufwand gelohnt hat (es werden nicht wieder 64 ermüdende Fotos).
Mein Ziel war, möglichst nahe an der Mulde und stillen Gewässern entlang zu wandern, um Wasservögel zu beobachten. Das wollte mir einfach nicht gelingen. Bevor ich mich ihnen auf Schussweite nähern konnte, wurde ich entdeckt und sie nahmen flugs ein kurzes Stück stromaufwärts Reißaus. Doch es war bitter kalt und nicht dazu geeignet stundenlang, im Schnee versteckt, abzuwarten, dass sie mal wiederkommen. Selbst mein Lithiumakku entlud sich zu meinem Schreck schon nach kurzer Zeit (ich steckte deshalb die Reserve Akkus, die ich glücklicherweise mithatte, in die warmen Hosentaschen).
Stattdessen wurde ich wieder durch eine grandiose Landschaft und bezaubernde Miniaturen entschädigt.
Rechterhand der Auenwald und links meist ausgedehnte Wiesen, die oft einen Blick bis zur Mulde und auf einzigartige solitär stehende Bäume ermöglichten. Die Baumstrukturen, jetzt ohne Blätter empfand ich hinreißend (wären eigentlich einen separaten Artikel wert).
Während der Wanderung hatte ich oft den Muldensteiner Berg im Viser.
„…Auch Steinberg genannt , ist er mit 117 m ü. N.N. eine der markantesten Erhebungen in der Region Bitterfeld-Wolfen. Im Gegensatz zu den meisten Anhöhen der Umgebung ist er nicht eiszeitlichen Ursprungs, sondern besteht aus Quarzporphyr (Rhyolith), einem Festgestein vulkanischen Ursprungs, das vor ca. 300 Mio Jahren entstand.
Während des Eisenbahnbaus Halle – Wittenberg von 1857 bis 1859 wurde dort intensiv Stein gebrochen. Noch bis in die 1930 wurden Teile des Berges als Steinbruch genutzt“
An einigen Stellen westlich des Berges sind noch die Spuren des Steinbruchs erkennbar.
Wiederholt kam ich an „Straßen“ und Plätzen vorbei, wo erst kürzlich Biber aktiv gewesen sein müssen.
Leider nur von Ferne, sah ich am Ufer der Mulde 2 Rehe im Dickicht verschwinden.
Vom Muldewehr ging ich weiter nach Muldenstein. Links unmittelbar an einer Muldeschleife und rechts der Blick auf die Ruinen einer ehemaligen großen Papierfabrik.
In Muldenstein warf ich nur einen kurzen Blick auf das „Herrenhaus“. Es ist eines der vielen eher unbekannten Adelssitze in Sachsen-Anhalt und sollte mal Gegenstand eines eigenen Artikels werden.
Weil ich nicht den gleichen Weg und auch nicht auf der Straße zurücklaufen wollte, wählte ich nun einen Pfad über den Steinberg. Obwohl die Bäume ohne Blätter, lohnte sich der Ausblick von oben bedauerlicherweise nicht. Da müsste schon ein Aussichtsturm stehen (schade, dass man nicht auf den langsam verfallenden Hochwasserbehälter klettern kann, denn der ist von der Mulde weit sichtbar.

Weil es mit der Vogelbeobachtung nicht wie gewünscht geklappt hat, ging mir unerlässlich durch den Kopf, ob, ich es nicht noch einmal auf große Tour gehen sollte. Was dabei raus gekommen ist verrate ich demnächst.
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8 Kommentare
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 24.01.2016 | 19:27   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 24.01.2016 | 19:39   Melden
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Ulrich Kruggel aus Dessau-Roßlau | 24.01.2016 | 19:44   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 24.01.2016 | 19:45   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 24.01.2016 | 19:50   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 24.01.2016 | 20:19   Melden
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 25.01.2016 | 06:34   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 25.01.2016 | 13:45   Melden
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