Winteransichten Nähe Salegaster Forst; Etappe 7 – westliche Muldewiesen

Muldewiese beim Muldewehr
Muldestausee: Muldewehr | Nachdem ich auf meiner letzten Mulde Wanderung mit der Fotoausbeute hinsichtlich Wasservögel unzufrie-den war, wollte ich es noch einmal wissen.
Ausschlaggebend für meinen spontanen Entschluss war die langfristige Wettervorhersage: Nur noch mal am letzten Freitag versprach der Wetterbericht volle Sonne, doch schon in der Nacht Blitzeisgefahr und danach Schmuddelwetter!!!
Als Start- und Zielpunkt wählte ich diesmal das ehemalige Wehr bei Muldenstein.
Zuerst wollte ich eine Runde drehen zwischen NSG Forst Salegast, Mulde Ufer mit dem NSG Untere Mulde und dann vielleicht noch ein Stück über Muldewiesen westwärts Richtung alte Leine.
Meine etwas modifizierte „Earth-Wanderkarte“ als erster Versuch veranschaulicht das mal anders. Was haltet ihr von so einer Orientierungshilfe von oben?
Wiederum schlich ich mich sehr vorsichtig an die Mulde heran. Aber auch heute behagte das den Entenvögeln gar nicht.

Erneut (Wild) Schwein gehabt

Diesmal lief es aber mit dem Fotografieren umgekehrt ab. Ich bekam noch eine ausgewachsene Wildsau von hinten auf die Linse, bevor sie im Salegaster Forst verschwand. Dafür tauchten die Frischlinge leider viel zu schnell im Unterholz unter – um sie fotografieren zu können.
Weiter führte mich mein Weg nach Süden. Immer wieder mit grandiosen Ausblicken auf die Mulde, einen alten Auenwald und auf endlose Muldewiesen.
Besonders hier fielen mir sehr viele erst kürzlich benutzte „Biberstraßen“ auf, die aus der Mulde steil ans Ufer führten und die vielen Fraßstellen. An manchen gefällten Bäumen haben wohl erst kürzlich ganze Familien gemeinsam genagt.
Diesmal gelang es mir auch kurzzeitig, solange vom Unterholz getarnt und mit hinreichendem Abstand, einen Reiher und einige Enten zu beobachten.
Im Schnee blieb mir der Wanderweg weitgehend verborgen, der von der Mulde irgendwann nach Westen, vorbei an der alten Leine hätte abbiegen müssen. Dieses Eckchen werde ich mir wohl an einem künftigen sonnigen (Winter)Tag unter die Lupe nehmen.

Macht nichts. Mein Blick war sowieso auf näherliegende solitäre Baumgruppen auf den Muldewiesen gefallen. Also wählte ich den direkten Weg quer über die Wiese durch den trockenen Pulverschnee.
Eine gänzlich andere Welt als in den dichten Auenwäldern. Irgendwie erinnerte mich vieles an die einsamen Hochmoore im Böhmerwald.
Wie auch später auf der anderen Seite der Mulde sollten aus meiner Sicht viele der Bäume als Naturdenkmal gelten.

Kaum zu glauben, dass man sich hier gar nicht weit von Wohnsiedlungen und Industrie-Arealen entfernt bewegt.
Keine Menschenseele war weit und breit zu sehen. Ganz gemütlich spazierte ich zu Wehr und Auto zurück. Wie im Fluge waren drei Stunden vergangen – einfach viel zu früh, um bei diesem traumhaften Winterwetter (wer weiß, wann wieder?) schon nach Hause zu fahren… \o/
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7 Kommentare
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 28.01.2016 | 19:08   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 28.01.2016 | 19:25   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 28.01.2016 | 19:31   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 28.01.2016 | 19:40   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 28.01.2016 | 19:55   Melden
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 29.01.2016 | 00:56   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 30.01.2016 | 08:52   Melden
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