Wildschweinspuren im Biberland

Rastplatz im Reich der Biber
 
Am Pfad der Holzskulpturen
Muldestausee: Tiefkippe Schlaitz | Im Sommer vor 12 Jahren war ich oft bei Exkursionen

auf dem Naturlehrpfad am Muldestausee

mit Schülergruppen vom „HAUS AM SEE“ aus unterwegs und konnte oft die (nächtlichen) Biberaktivitäten erkennen. Also höchste Zeit, mal wieder nachzuschauen, wie sich das Areal entwickelt hat.

In den mittlerweile 40 Jahren seit der Flutung des ehemaligen Tagebaus Muldenstein hat sich hier eine tolle Landschaft entwickelt.

Unsere Tour (Wanderkarte auf Bild 4) starteten und beendeten wir in

Schlaitz am „Pfad der Holzskulpturen“.

Da haben wir gleich noch vor und nach der Wanderung je nach Sonneneinstrahlung die wunderschönen Exponate bewundern und fotografieren können. Das war beinahe schon ein eigener Programmpunkt.

Vom Parkplatz mit Rastplatz ging es dann nordwärts auf den Naturlehrpfad. Schon nach den ersten Schritten begeisterten uns die glitzernden Tautropfen auf dem Laub zu unseren Füßen. Immer wieder fanden wir „Diamanten“ auf den Blättern, sie im Foto festzuhalten, war aber gar nicht so leicht.
Bald darauf sahen wir auch schon die ersten „Biberbäume“. Die älteren Baumkegel waren mittlerweile verrottet, die vielen frisch gefällten Bäume waren nicht zu übersehen. Ganz frische Fraßspuren entdeckten wir nicht (Die Biber haben wohl schon einen hinreichenden Wintervorrat angelegt und Pflanzen gibt es noch zur Genüge). An vielen gefällten Stämmen war noch vertrocknetes Laub erkennbar.
Ein besonders abwechslungsreiches Bild bot sich uns bei einem kleinen Abstecher in den Auenwald zwischen Lehrpfad und Stausee mit Biberaktivitäten und Herbstimpressionen.
Wieder auf dem Lehrpfad gab es In kurzen Abständen beiderseits des Weges „Trampelpfade“, wohl nicht nur von Bibern, sondern auch von Wildschweinen und Co. angelegt.
Die Birken und Pappeln schüttelten zu dieser Jahreszeit bei leichtem Wind bereitwillig ihre Blätter von den Zweigen. Im Sonnenlicht schien es, als ob Goldtaler zur Erde schwebten.

An einer Wegkreuzung kam gerade richtig ein schöner überdachter Rastplatz, denn hier ist wirklich ein idyllisches Eckchen, an dem man etwas Zeit verbringen möchte.

Auf dem kurzen Abschnitt, wo wir vom Naturlehrpfad Richtung Stauseering abbogen, entdeckten wir rechts zwei Biberdämme.
Mächtig beeindruckt waren wir insgesamt von den vielfältigen Baumfällaktivitäten. Man sah dicke Baumstämme (teils größer als 30 cm Durchmesser - eine Mütze diente hier als Größenvergleich), die gefällt dalagen und an denen die Rinde weitgehend abgeknabbert war. Auch imposante „Sanduhren“ hatten die Biber in ihrem Repertoire.

Der Rückweg auf dem Stauseering wurde zunehmend beschwerlicher, weil intensiv von Wildschweinen durchpflügt. Anfangs waren nur an den Wegrändern die Wühlspuren zu sehen, später stapften wir über längere Strecken mit etwas Herzklopfen durch Wildschweinland. Wir beruhigten uns mit dem Gedanken, dass Wildschweine eher abends aktiv werden. Als Belohnung gab es für uns noch einmal eine schöne Aussicht auf den Muldestausee, bevor unser Weg nach links abbog und wir bald wieder am Parkplatz waren.
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4 Kommentare
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Joachim Brehme aus Quedlinburg | 29.10.2015 | 14:32   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 30.10.2015 | 10:54   Melden
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 30.10.2015 | 11:37   Melden
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Katrin Koch aus Friedersdorf | 01.11.2015 | 00:04   Melden
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