Besuch aus Agathosophianien - Besuch von wo?

Auf zur Erde! Ich stelle auf Gegenwart (dreht an Hebeln) … und Europa. Was ist Europa? Das ist ein Erdteil, der sich besonders zivilisiert und überlegen vorkommt.
Aufsehenerregende Wesen aus dem Weltall, konkret aus Agathosophianien, landeten am Freitag zur Premiere in der Aula des Naumburger Domgymnasiums. Im Reich mit dem schwer zu merkenden Namen hatte ein Weiser zuvor seinen Schülern im Unterricht die Planeten des gelben Sonnensystems vorgestellt.
Nach Pluto, Saturn, Mars und Venus wollte er die Erde eigentlich als uninteressant und nicht erwähnenswert vernachlässigen, hatten doch die Erdbewohner in all den Jahrhunderten ihrer Existenz nichts dazugelernt. Immer noch führten sie Kriege, immer noch prägten Gier, Neid, Eitelkeit bzw. Oberflächlichkeit das Leben vieler Menschen. Auf Bitten seiner Zöglinge entschied er sich schlussendlich dann doch zu einer Klassenfahrt dorthin, um ihnen ein „Negativbeispiel“ vorzuführen. Das vernichtende Image, das der Lehrer ausgemalt hatte, fanden die jungen Fremdlinge weitgehend bestätigt. Immer wieder riefen sie erstaunt: Verrückt, diese Irdlinge!

Der pensionierten Lehrerin Gabriele Runkewitz, Leiterin der Theater-AG „Da Capo“, ist es auch in diesem Jahr wieder gelungen, Schülerinnen und Schüler der 5. - 8. Klasse des Domgymnasiums zu potenziertem Textlernen, Üben und Proben zu bewegen. Den witzig-satirischen, bewusst provozierenden Text des Stückes aus der Feder von Franzi Klingelhöfer hat sie gemeinsam mit ihnen begeistert und gekonnt umgesetzt. Unterstützt wurde sie von Schulsozialarbeiterin Jennifer Ehrentraut und vom ehemaligen Domgymnasiasten Franz Klug, der inzwischen in Weimar studiert. Nach seinen Regieanweisungen ist mit den Schülern gearbeitet worden.

Belohnt wurde das gemeinsame Engagement am Ende mit viel Beifall und einer Rose für jeden Akteur.

Es sind weitere Aufführungen geplant. Zuletzt wird die Szenenfolge mehrfach im September gezeigt, und zwar im Naumburger Kunstwerk Turbinenhaus.

Schlussbemerkung:
Die Leiterin des Theaterprojekts erklärte, dass Publikationen im Vorfeld genehmigt wurden.
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3 Kommentare
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Lothar Teschner aus Merseburg | 16.06.2017 | 14:00   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 16.06.2017 | 14:48   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 07.07.2017 | 13:53   Melden
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