Kaiser Karl führt durch Aachen….

Aachen: Dom zu Aachen |

Kaiser Karl führt durch Aachen?

Ja …. und ... nein, dabei handelt es sich nicht um einen „verkleideten“ Fremdenführer, sondern um eine Broschüre mit vielversprechendem und das Versprechen haltenden Titel. Gekauft habe ich sie bei der Touristen-Info in Aachen. Damit ist man fürs Erste gut bedient, um die Altstadt auf eigene Faust und in eigenem Tempo zu erkunden.

Warum nach Aachen?

Aachen ist ….

… Stadt mit ausgedehnter Historie
… geprägt von Karl dem Großen
… Verleihungsort des internationalen Karlspreises
… erste UNESCO Welterbestätte Deutschlands (1978)
… Bischofsstadt (Napoleon erklärte Aachen 1802 zum Bischofssitz )
… Universitätsstadt
… Reiterstadt (internationales Reitturnier CHIO)
… Stadt der Printen
… Stadt mit besonderer Lage durch die Nähe zu Belgien und den Niederlanden
… Stadt mit reizvoller Umgebung (Eifel)
… Stadt mit vielen Hortensien (Altstadtviertel)

UND ….

Aachen ist seit 1988 Partnerstadt von Naumburg.

Dieser erste Teil meines Reiseberichts gilt dem Dom und seinem Begründer:

Der Aachener Dom ist das erste deutsche Baudenkmal, das 1978 in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde.

Über viele Jahrhunderte ist die Bischofskirche immer wieder verändert bzw. ergänzt worden, auch vergrößert um etliche Kapellen. Demzufolge findet man verschiedenste Stilepochen.

Mit der außergewöhnlichen Form des Ursprungshauses - dem Oktogon - erfüllte sich Karl der Große den Traum von einer Pfalzkapelle byzantinischen Stils in seiner Lieblingspfalz. Schon beim Betreten des Doms meinte ich, Ähnlichkeiten mit der Hagia Sophia in Istanbul zu erkennen, was während der Besichtigung bestätigt wurde.

Die Grundsteinlegung war 795, gebaut wurde ca. 20 Jahre. Umgeben ist die Kapelle von zwei übereinanderliegenden Rundgängen, deren Außenmauern ein Sechzehneck bilden. Was für eine bauliche Herausforderung zur damaligen Zeit, allein wegen der immerhin fast 32 m hohen Kuppel.

Karl der Große wurde am ersten Weihnachtstag des Jahres 800 - nein, nicht in Aachen -, sondern in Rom zum Kaiser gekrönt.

Bis heute ist der Stellenwert des Kaisers, der schon zu Lebzeiten den Zusatz „der Große“ trug - auch durch seine körperliche Größe von über 180 cm - unumstritten. Er einigte sein riesiges Reich (fast das heutige Europa), brachte es zu politischer und glaubensmäßiger Einheit, führte eine fränkische Gerichtsverfassung ein, die er regional durchaus auch gelegentlich veränderte, ebenso eine gemeinsame Währung. Er reformierte Schrift und Grammatik, obwohl er selbst des Lesens und Schreibens unkundig war.

Er starb 814 in Aachen und ist am gleichen Tag im Dom begraben worden. Wo genau, weiß man bis heute nicht. Teile seiner Gebeine liegen im Karlsschrein, Teile in der Domschatzkammer - so der Student, der uns in der 30. Kw 2016 durch den Dom führte.

Ist Karl der Große bzw. Charlemagne eher der deutschen oder der französischen Geschichte zuzurechnen? Darüber scheiden sich die Geister.
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4 Kommentare
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Ralf Springer aus Aschersleben | 31.07.2016 | 20:44   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 01.08.2016 | 02:24   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 01.08.2016 | 11:11   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 01.08.2016 | 13:13   Melden
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