Petition zum Erhalt der Pfefferminzbahn angestoßen

Sömmerda: Sömmerda | Daniel und Ronny Würfel wenden sich an Petitionsausschuss des Landtags und per Mail an Infrastrukturministerin Keller

Sömmerda. Mit Schreiben vom gestrigen Mittwoch haben Daniel und Ronny Würfel aus Großstolpen sich an den Petitionsausschuss des Thüringer Landtags gewandt. Sie setzen sich damit für den Erhalt des Personenverkehrs auf der Pfefferminzbahn in ihrem Abschnitt zwischen Buttstädt und Großheringen ein. Nach Vorstellungen des Infrastrukturministeriums soll die Personenbeförderung dort mit dem Jahresende 2017 eingestellt werden. Unsere Zeitung berichtete mehrfach.

Mit einer Mail hätten sie, ebenfalls gestern, auch Ministerin Birgit Keller (Linke) in Kenntnis gesetzt. Die beiden Herren vertreten eine Thüringer Bahn-Initiative. Sie verstehen ihr Schreiben als Petition und hoffen, dass diese nach Prüfung als Online-Petition zur Bürgerbeteiligung freigeschaltet wird. Gegenüber TA betonen sie, dass die Pfefferminzbahn sehr wichtig sei für diese Region. Gerade im Zusammenhang damit, dass der benachbarte Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt sich Gedanken über eine Erweiterung des S-Bahn-Netzes mache, erscheine es wichtig, die Pfefferminzbahn in diese Pläne einzubinden.

Im Petitionstext verweisen sie auf die Bedeutung einer Weiterführung der Bahnlinie von Großheringen nach Camburg und damit der Anbindung nach Jena gerade für Pendler.

Das Schließungs-Argument beschränkter ÖPNV-Mittel weisen sie zurück und verweisen auf den sogenannten "Kieler Schlüssel", nach dem Verkehrsangebote nicht eingeschränkt werden müssten.

Statt einer Einstellung plädieren sie für einen Ausbau mit Anschluss an wichtige Ballungszentren, der Fahrzeitverkürzungen und damit eine Steigerung der Attraktivität der Strecke mit sich bringe. Eine Anfrage bei der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen (NVS) sei so beschieden worden, dass für die Verlängerung der KBS 594 (Sömmerda-Großheringen) "auch nach 2017 bis/ab Großheringen und weiterführend bis Camburg keine ausreichenden finanziellen Mittel zur Verfügung" stehen.

"Diese Strecke sollte nicht dem Sparwahn zum Opfer fallen, denn aus jeder unrentablen Strecke kann man etwas machen", fordern die Petenten.

Ein Bericht von Herrn Armin Burghardt
Foto: Ina Renke
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