Urkorn

Bei meiner samstäglichen Ohne-Plan-und-Ziel-Wanderung traf ich auf riesige Gerstenfelder und fühlte mich in meine Schulzeit versetzt. Warum hatte ich damals eigentlich Schwierigkeiten, Getreidesorten korrekt zu bestimmen? Alle haben doch ganz spezielle Erkennungsmerkmale. Besonders die Gerste ist durch ihre langen Grannen an den Ähren klar zu erkennen.

Sehe ich jetzt Winter- oder Sommergerste, fragte ich mich. Ich entschied mich für Letzteres. Gerste verwenden wir für? Ja, wofür? Klar, für den Gerstensaft, das Bier. Und als Futtermittel. Auch als Mehl für Brot? Eher seltener. Da bevorzugen die meisten Roggen und Weizen. In der Vollwertkost hingegen wird Gerste gern verwendet.

Zuhause suchte ich in meinem Buch über Pflanzenkunde, was Hildegard von Bingen von der Gerste hielt. Sie glaubte, dass sie weniger geeignet sei für die Ernährung des Menschen, wohl aber empfahl sie Gerste zur äußeren Anwendung bei Wunden und als Beigabe fürs Bad, damit Kranke wieder zu Kräften kommen.

Der Gerste ist das Urkorn schlechthin, las ich. Sie wurde bereits in prähistorischen Funden nachgewiesen.

Über das Internetportal "Zentrum der Gesundheit" erfuhr ich zudem:
Homer bezeichnete das Gerstenmahl in seiner Odyssee als "Mark der Männer" und laut Platon war die Gerste die Speise der Philosophen. Sowohl die griechischen Olympioniken als auch die römischen Gladiatoren nutzten die Gerste, um ihre Kraft und Ausdauer zu erhöhen.
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4 Kommentare
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 23.05.2017 | 18:24   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 23.05.2017 | 23:44   Melden
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 24.05.2017 | 15:54   Melden
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