CALW … und Hermann Hesse

Hesse-Skulptur in Lebensgröße auf der Nikolausbrücke
Mein Wunsch, in Calw auf Hesses Spuren zu wandeln, erfüllte sich in der letzten Oktoberwoche. Mit einer Freundin besuchte ich das hübsche Fachwerkstädtchen im Nordschwarzwald. Ein Dorado für Hesse-Fans. Wo man auch hingeht, man „trifft“ IHN - den bis heute meistgelesenen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Den Unangepassten. Den Klugen. Den Literaturnobelpreisträger von 1946.
Wen wundert‘s … Calw ist die Geburtsstadt von Hermann Hesse (*2. Juli 1877). Hier hat er die ersten Jahre seines Lebens verbracht.

Die Stadt liegt in einem Tal an der Nagold. Direkt vom Stadtpark (Stadtgarten) aus, der in unmittelbarer Nähe des Marktes liegt, geht es übergangslos in den schönen Schwarzwald. Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade haben hier ihren Ausgangspunkt. Zuvor kann man auf 37 Stelen Gedichte und Zitate des Lyrikers lesen (Hermann-Hesse-Weg).

Wir hatten nicht nur Glück mit dem Wetter (nur einen Vormittag Regen), sondern auch das Glück, viele freundliche Menschen zu treffen. Das begann schon am Anreisetag.
In der Tourist-Information informierte man uns vortrefflich und versorgte uns reichlich mit Publikationen sowie Insidertipps.
In der Stadt sprachen uns etliche Bürger an. Unter anderem ein ehemaliger Lehrer, der Interessantes zu berichten wusste. Er war sogar im Besitz eines persönlichen Briefes des Schriftstellers, der auf eine Anfrage von ihm reagiert hatte.
Ein Gästeführer ergänzte bei einem Zufallstreff unsere Kenntnisse. Leider konnten wir an einer offiziellen Führung nicht teilnehmen. Im Oktober gibt es sie nur sonntags. Tags zuvor reisten wir jedoch schon ab.

Informativer Höhepunkt war der Besuch des Hesse-Museums. Ein absoluter Gewinn. Auch dort kompetente, freundliche und informationsfreudige Mitarbeiterinnen. Obwohl wir uns stundenlang in den Ausstellungsräumen aufhielten, konnten wir naturgemäß nicht alles erfassen, was dort ansprechend, ich möchte fast sagen, liebevoll, zusammengestellt worden ist. Sehr sympathisch. Irgendwann nimmt man jedoch nichts mehr auf bei der Menge an Informationen. Ein zweiter Anlauf wäre sinnvoll und nötig gewesen. Schafften wir aus Zeitgründen aber nicht.

Wir wohnten in einem Hotel am Hesseplatz:), nur wenige Schritte von der Nikolausbrücke entfernt, auf der Hesse in Lebensgröße steht. "Zwischen Verweilen und Aufbruch" hat der Künstler Kurt Tassotti in Anlehnung an eines der Lebensprinzipien Hesses seine Bronze-Skulptur genannt. Sie zeigt - so heißt es - Hesse Mitte Fünfzig bei seinem letzten Calw-Besuch Anfang der 1930er Jahre.

Hesse starb am 9. August 1962 in Montagnola, Kanton Tessin, Schweiz, wo er über vierzig Jahre lebte.

Zurück in Naumburg stellte ich überrascht fest, dass auch die MZ „Unterwegs auf dem Hesse-Walk“ gewesen war. Geschrieben hat den Artikel vom 24.10.2017 Manfred Lädtke unter der Rubrik „Ratgeber: Reise“. - Zufälle gibt`s.
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 04.11.2017 | 10:43   Melden
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Lothar Teschner aus Merseburg | 04.11.2017 | 15:47   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 17.11.2017 | 22:33   Melden
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