Wenn jemand eine Reise tut …. Breslau - Teil 3

Breslauer Zwerg(e)
Wer sich auf die Suche nach den Winzlingen mit Zipfelmütze macht, muss den Blick senken und in die Knie gehen. Nicht nur bei Breslau-Besuchern sind die kleinen Bronzeskulpturen beliebt. Inzwischen sollen sie sogar mit einem GPS-System ausgestattet sein, um bei Diebstahl geortet werden zu können. In der Tourist-Information wird ein Zwergen-Stadtplan angeboten. Wir überließen es aber doch lieber dem Zufall. Wie viele sich in der Stadt tummeln, scheint nicht genau festzustehen. Die Angaben variieren zwischen 200 und 300.
Der Zwergen-Auftritt hat einen ernsthaften Hintergrund: Die Freiheitsbewegung der 70er und 80er-Jahre. Neben Lech Walesas Solidarnosc rebellierte auch die "Orange Alternative" gegen das Regime. Aktivisten der Bewegung kamen mit orangefarbenen Zipfelmützen zu ihren Demonstrationen.
Im Sommer 2001 tauchten dann die ersten kleinen Figuren in der Stadt auf, kreiert von Absolventen der Hochschule der Schönen Künste. Das brachte städtische Verantwortliche auf die Idee, weitere Skulpturen zu ordern und als unverwechselbare Botschafter der Stadt zu installieren. Seitdem wächst ihre Zahl unaufhörlich. Inzwischen werben Unternehmer genauso wie Institutionen mit den Breslauer Zwergen. Und natürlich die Urlauber, wenn sie wieder zu Hause sind.
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Ralf Springer aus Aschersleben | 17.05.2016 | 11:00   Melden
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