Wenn jemand eine Reise tut ...

Rathaus
Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.
Das Zitat von Matthias Claudius kann wohl jeder unterschreiben.

Meine aktuelle Reise ging in eine der diesjährigen Kulturhauptstädte, nach Breslau.

Eine Stadt mit bekannt wechselvoller Geschichte. Wir eroberten sie per pedes. Prächtig die rekonstruierten Häuser rund um den Rynek, den schönen Markplatz.
Die Liste der Berühmtheiten, die im Schweidnitzer Keller (altes Rathaus) einkehrten, ist lang: Gotthold Ephraim Lessing - Joseph von Eichendorff - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben - Frédéric Chopin - Ferdinand Lassalle - Gustav Freytag - Gerhart Hauptmann und natürlich unser Herr Goethe.

Der kleinere Salzmarkt steht an Liebreiz dem großen in nichts nach. Statt mit der Würze, wird heute mit Blumen gehandelt. Rund um die Uhr. Bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit.

Kirchen, die wir besichtigten, habe ich nicht gezählt. Es waren viele. Obwohl mir persönlich zu pompös, beeindruckte sie mich dennoch nachhaltig, die Opulenz in der Jesus-Kirche (Universitätskirche).

In der Synagoge zum „Weißen Storch“, dem einzig noch existierenden jüdischen Gotteshaus, gibt es interessante Ausstellungen. Anschließend ist es zum Kaffeegenuss nicht weit. Im direkten Umfeld sind viele nette Einkehrmöglichkeiten vorhanden.

Es soll mehr als 100 Brücken geben in der Stadt, weshalb man auch vom Venedig des Nordens spricht. Wir querten einige davon.
Desgleichen viele Grünflächen. Die Seele baumeln lassen kann man besonders gut in der grünen Lunge der Stadt, im Scheitniger-Park.

Unbedingt erwähnt werden müssen natürlich die kleinen Bronzeskulpturen, die man überall in der Stadt sieht: Die Zwerge. Während der erste Zwergen-Auftritt einen ernsthaften Hintergrund hatte, nämlich die Freiheitsbewegung der 70er und 80er Jahre, werben heute Unternehmer damit genauso wie Institutionen. Sogar das philharmonische Zwergen-Orchester haben wir gesichtet.

Mehr als 1.000 Veranstaltungen sind vorgesehen im Kulturhauptstadt-Zeitraum. Einige sind natürlich inzwischen durchgeführt. Die meisten stehen jedoch noch bevor.

Einen Besuch kann ich uneingeschränkt empfehlen. Überall in der Stadt war eine positive, freundliche, aufgeschlossene Atmosphäre zu spüren, sogar an den ersten beiden Schlechtwetter-Tagen.
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Wolfgang Neutsch aus Jessen (Elster) | 12.05.2016 | 20:45   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 12.05.2016 | 23:25   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 13.05.2016 | 01:33   Melden
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Katja Züger aus Weißenfels | 19.05.2016 | 07:13   Melden
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Béatrice Haas aus Dessau-Roßlau | 25.05.2016 | 12:54   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 25.05.2016 | 13:03   Melden
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