... "Woher bekommen wir in Halle (Saale) unser Trinkwasser"? - auf Spurensuche ...

... unser Ausgangspunkt zum Erkunden der Rückhalte- und Hochwasser-Staubecken in Sachsen-Anhalt war der Stausee der Kalten Bode in Mandelholz ...
 
... die Rappbode-Talsperre - die größte in Sachsen-Anhalt - dient der Trinkwasserversorgung der Ballungsräume Magdeburg und Halle/Leipzig ...
Elbingerode (Harz): Rappbodetalsperre zwischen Rübeland und Wendefurth |

Auf Spurensuche:

Das Trinkwasser wird aus Fernwasserversorgungssystemen, hauptsächlich aus dem Harz und auch aus den Elbauen, bezogen und in das hallesche Trinkwassernetz eingespeist.
Über das Leitungssystems wird Trinkwasser für die Regionen um Halle (Saale) und Leipzig zwischen Harz und Elbe transportiert und bereitgestellt. Das Leitungssystem gehört zu den größten Fernwasserversorgungen Deutschlands.
Das Rohwasser wird der Rappbodetalsperre entnommen. Die Wasseraufbereitung erfolgt im Harz im Wasserwerk Wienrode mit einer Leistung von 180.000 Kubikmetern pro Tag.

Die Talsperre Mandelholz

befindet sich zwischen Elend und Königshütte an der B 27. Dieses Hochwasserschutzbecken ist in das System der Ostharzer Bodetalsperren eingebunden. Der 26 Meter hohe und etwa 220 Meter lange Damm der Mandelholztalsperre wurde in den Jahren 1952 bis 1957 errichtet. Die Talsperre dient neben dem Hochwasserschutz der Versorgung der umliegenden Industrie mit Brauchwasser und ist ein Zufluss zur Talsperre Wendefurth. Eine Nutzung des gespeicherten Wassers zur Stromerzeugung ist in Planung.

Die Rappbodetalsperre

erreicht man von Rübeland in Richtung Wendefurth-Hasselfelde und überquert die Staumauer der Rappbode-Talsperre, der größten Talsperre im Harz. Diese Staumauer ist 415 Meter lang und mit einer Höhe von 106 Meter die höchste in Deutschland. Hinter ihr staut sich ein See von acht Kilometer Länge und einer Fläche von fast vier Quadratkilometer. Der Rappbodestausee hat einen Inhalt von bis zu 109 Millionen m³ Wasser.
Um alle zum Talsperrensystem gehörenden Bauwerke fertigzustellen benötigte man über 2 Jahrzehnte (1936 bis 1959). Vor der Staumauer der Rappbodetalsperre führt die Straße noch durch einen Tunnel, vor welchem sich ein Parkplatz befindet. Von diesem Parkplatz aus können Sie zu Fuß durch den Tunnel und über die Staumauer laufen oder zu einem Aussichtspunkt gehen.

Die Talsperre Wendefurth

staut die Bode oberhalb des Ortes Wendefurth an. Sie dient dem Schutz vor Hochwasser, der Wasseraufhöhung des Flusses bei Trockenheit sowie dem Pumpspeicherkraftwerk Wendefurth als Unterbecken. Der zum Rappbode-Talsperrensystem gehörende Stausee der Talsperre Wendefurth dient diesem Kraftwerk als Unterbecken, während sich das etwa 2 Millionen Kubikmeter Wasser fassende Oberbecken auf einer nahegelegenen Anhöhe befindet.
Die Staumauer, als ausgeführte Betonmauer, wurde in den Jahren von 1957 bis 1965 erbaut und im darauf folgenden Jahr als letzte Talsperre des Bodewerkes in Betrieb genommen.

Das Pumpspeicherkraftwerk Wendefurth

liegt in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße 81 zwischen Blankenburg und Hasselfelde am Abzweig in Richtung Rübeland. Es ist das einzige Pumpspeicherkraftwerk im Bundesland Sachsen-Anhalt.
Die beiden Turbinen des im Jahre 1967 erbauten Pumpspeicherkraftwerks Wendefurth erzeugen daraus zusammen rund 80 Megawatt Elektroenergie. Bei maximaler Leistung reicht die im vollständig gefüllten Oberbecken gespeicherte Wassermenge für etwa sieben Stunden Betriebszeit. Der Wirkungsgrad der Anlage liegt bei 76 Prozent.

Bitte nutzen sie wieder das Aufzoomen der Bilder, da einige Hinweise unter diesen zu finden sind - danke ...

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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 05.05.2015 | 15:54   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 05.05.2015 | 17:22   Melden
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Dieter Gantz aus Querfurt | 05.05.2015 | 18:18   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 05.05.2015 | 20:27   Melden
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Karin Wagner-Lehmann aus Aschersleben | 06.05.2015 | 06:32   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 06.05.2015 | 11:07   Melden
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Annette Funke aus Halle (Saale) | 06.05.2015 | 14:47   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 10.05.2015 | 11:45   Melden
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