Erfolgreiche Abnahmeprüfung der Jugendfeuerwehr Leistungsspange

  “Wie heißt der Landesjugendfeuerwehrwart von Sachsen Anhalt? Wer ist der Träger der Feuerwehr? Wie lang ist eine zusammengesteckte vierteilige Steckleiter?“ so lauteten die Fragen im Wissenstest, die zur fünfteiligen Prüfung für den Erwerb der Leistungsspange den Mitgliedern der Jugendfeuerwehren gestellt wurden.

In diesem Jahr war Obhausen, stellvertretend für den Saalekreis, Ausrichter für die Prüfung, die stets einmal jährlich in einem anderen Landkreis in Sachsen-Anhalt ausgetragen wird.

Die Leistungsspange gilt bundesweit als höchste Auszeichnung, die man im Jugendfeuerwehrbereich erwerben kann. Selbige Prüfung erfolgt nach einheitlich vergebenen Anforderungen, bei denen theoretisches und praktisches Feuerwehrwissen verlangt wird, sowie Ausdauer beim 1.500 Meter Staffellauf, Kraft beim Kugelstoßen und Schnelligkeit beim Schläuche auswerfen. Gewertet wird jeweils die gesamte Gruppe, die aus neun Mädchen und Jungen im Alter von 15 bis 17 Jahren besteht.

Das wochenlange Üben hat sich am Ende gelohnt. Alle der sieben Vertretungen aus den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Harz, Köthen-Anhalt-Zerbst, Mansfeld-Südharz, sowie der Stadt Halle konnten das 14 köpfige Wertungsrichtergremium mit ihren Leistungen überzeugen. Gleiches galt für die drei Jugendfeuerwehrgruppen des Saalekreises, die ausschließlich dem Brandabschnitt II angehören, zu dem die Wehren der Gemeinde Teutschenthal, der Stadt Querfurt und der Verbandsgemeinde Weidaland zählen.
In allen Fällen wurden die jeweiligen Mindestanforderungen hinreichend erfüllt. Allerdings mussten zwei Gruppen bei der Schnelligkeitsübung in die Wiederholungsprüfung. Bei dieser Prüfungsaufgabe müssen acht Schläuche gerade liegend in höchsten 75 Sekunden hintereinander gekuppelt werden. Sind die Schläuche extrem verdreht oder falsch gekuppelt, wie im ersten Durchlauf bei den beanstandeten Mannschaften, droht im Ernstfall bei der Wasserförderung unter hohem Druck das Aufdrehen der Verbindungskupplungen. Neben der ungewollten Unterbrechung der Wasserförderung birgt dieses Malheur auch eine große Verletzungsgefahr für die Feuerwehrleute.

Zur Freude vom Querfurter Jugendwart Marcus Voigt, der mit seinem Betreuerstab aus dem Brandabschnitt II das Vorbereitungstraining der Nachwuchsabteilungen des Saalekreises leitete, avancierte der Staffellauf über 1.500 Meter entgegen den Vorjahren zur Paradedisziplin der drei Gruppen. Zuletzt waren die Bewerber um die Leistungsspange im Training nie unter die geforderte Zeit von 4 Minuten und 10 Sekunden gelaufen. Erst am Prüfungstag erreichte man in der Aufregung die Norm. Ganz anders verlief das Training 2016. Vielleicht mit Hinblick, die Prüfung vor heimischen Publikum zu absolvieren, liefen die 27 Mädchen und Jungen in diesem Jahr in der Vorbereitung bereits wie entfesselt. In Obhausen selbst sorgten Laufzeiten von 3 Minuten und 46 Sekunden für Sonderpunkte.

Als beste Mannschaft wurde die Gruppe I aus Halle mit 21,8 Punkten von Obhausens Bürgermeister Kay-Uwe Böttcher, zugleich Schirmherr der Veranstaltung, ausgezeichnet. Das zweitbeste Wertungsergebnis erzielte die Gruppe Saalekreis II mit 18,8 Punkten. Damit wurden die Mindestanforderungen von 10 Punkten aus allen Wettbewerben zum Erlangen der Leistungsspange mit Bravur erfüllt.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH, dem Kreisfeuerwehrverband Saalekreis e.V., dem Landkreis Saalekreis, der Verbandsgemeinde Weidaland, VTQ Videotronik GmbH Querfurt, TEHA Querfurt GmbH Stahl-und Zaunbau, dem Obsthof Müller Querfurt, der Stadt Querfurt, dem Bauhof Obhausen, der Bäckerei Dunkel Obhausen, der Jagdgenossenschaft Obhausen, der Kabelverlegung A.Franz Obhausen, dem Landwirtschaftsbetrieb Christian Altenburg-Herfurth Obhausen und der ENERTRAG Aktiengesellschaft.
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