Führung durch das Gotische Haus im Wörlitzer Gartenreich

Über die Wolfsbrücke geht es in Schochs Garten und zum...
Oranienbaum-Wörlitz: Gotisches Haus | Dass man aus einem Schnappschuss nachträglich keine Serie machen kann, habe ich mich entschlossen, zur Auflösung meines letzten Rätselbildes noch einen kleinen Artikel zu schreiben.
Nach der Gondelfahrt näherten wir uns von Roseninsel, über die Wolfsbrücke und dem Baumgarten auf Schochs Insel kommend dem Gotischen Haus von der Kanalseite.
Während Fürst Franz sein Schloss in vier Jahren errichten ließ, gönnte er sich für das Gotische Haus durch viele Erweiterungen insgesamt 40 Jahre (1773 bis 1813!
Mit zwei großen Räumen im Erdgeschoss diente anfangs dem Hofgärtner Schoch als Wohnhaus (und auch zehn Gartenarbeitern).
Zuerst wurde um den Teil zur Kanalseite erweitert (Vorbild ist die venezianische Kirche Madonna dell`Orto).
Beim Sichten der Fotos ist mir erst nachträglich aufgefallen, dass ein Pfau durch eine große Tür von der Wiese aus (Bild drei) schon einen Blick „auf des Rätsels Lösung“ warf…
Wir hatten Glück, dass wir fünf nach zwölf uns noch einer Führung anschließen durften.
Zum Schutz der außerordentlich kostbaren Schweizer Glasmalereien in den Fenstern, waren auf der Ost- und Südseite schon die Rollos runtergelassen (während der Führung geschah das auch auf der Westseite.

Wir betraten über einen Nebeneingang den Nordflügel und standen gleich in zwei prächtigen großen Räumen, die für den Fürsten vorgesehen waren.

AUFLÖSUNG des Rätsels:

Besonders bemerkenswert ist der zweite Eingangsraum, der kürzlich umfassend restauriert worden ist.
An der Decke und den Wänden befinden sich Teile der Renaissanceausstattung des Dessauer Residenzschlosses um 1530.
Mich aber beeindruckte vor allem die

Täuschend echt auf den Holzfußboden gemalten „Keramikplatten“

Und das ganz gleich aus welcher Blickrichtung!
Zur Abrundung lasse ich noch ein paar Fotos aus dem interessanten, vielgestaltigen Obergeschoß folgen.
Zum Schutz der original erhaltenen Böden, mussten wir Pantoffeln anziehen.
Hier war ich erneut von der vielgestaltigen Glasmalerei fasziniert.
Besonders die Schweizer Glasgemälde hatten es uns angetan, die Ende des 15. Bis Mitte des 17. Jahrhundert unter sehr gesundheitsschädlichen Bedingungen entstanden sind. Durch diesen Einkauf von Fürst Franz und dem geballten Einbau der Scheiben hier, hat er wohl der Menschheit einen heute einmaligen Schatz erhalten.
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Lothar Teschner aus Merseburg | 29.06.2016 | 09:05   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 29.06.2016 | 11:35   Melden
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 29.06.2016 | 16:30   Melden
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Dieter Gantz aus Querfurt | 02.07.2016 | 11:33   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 11.07.2016 | 15:02   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 11.07.2016 | 15:32   Melden
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Bernd Müller aus Halle (Saale) | 13.07.2016 | 21:24   Melden
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