Wörlitzer See und Kanäle – das Kleinvenedig in Sachsen-Anhalt

Der Eichenkranz, ein früherer Gasthof
Oranienbaum-Wörlitz: Wörlitzer Anlagen | Wir parkten am 21. Juni direkt am Eichenkranz und hatten nur wenige Schritte zur Gondelanlegestation.
Kleiner Tipp:
Ab dem 19. Juni 2016 sind hier vier komplett restaurierte Räume zu den Führungen an den Samstagen und Sonntagen jeweils um 11.30, 13.00 und 15.00 Uhr zu erleben.

Wer noch nie oder lange nicht mehr in den Wörlitzer Anlagen war, sollte sich als Einstieg eine Gondelfahrt gönnen (eine geführte Parkführung täglich 13 Uhr wäre die andere Alternative).
Auch wenn der „Rettungsring für den Gondoliere, Herrn Krüger, reserviert“ ist(er käme am schnellsten ran), kann bei durchschnittlich 50 cm Wassertiefe kaum einer ertrinken.
Wer dazu so wie wir morgens zehn Uhr mit der ersten Gondel in den Wörlitzer See sticht, hat einerseits den Park noch fast allein und erfährt anderseits während der Fahrt viele interessante Dinge.
Darf ich euch zum vielleicht 999zigsten Beitrag trotzdem einladen? Ich habe ihn verfasst, um die vielen netten Anekdoten, die der Gondoliere während der Fahrt uns erzählte, nicht wieder alle zu vergessen.

Während der

einstündigen Gondelfahrt rund um Gärtner Schochs Insel

passierten wir zwei Kanäle und vier der 17 Brücken.
Als erstes passierten wir einen Weinberg mit 97 Weinstöcken (ab 100 müsste ein Gewerbe angemeldet werden) und eine stattliche Sumpfzypresse.

Gleich links hinter der „Neuen Brücke“ stoßen wir links auf einen „Liebesbaum“. So genannt weil sich hier eine Eiche und eine Ulme umarmen…
Vom Kanal hat man einen schönen Blick auf die bekannte „Goldene Urne“ aber auch umgekehrt vom Damm gibt es eine tolle Sichtachse zur Synagoge und St. Petri Kirche.
Wenig später fällt der Blick auf das Monument mit römischer Säule (diese stammt aus Pompeji). Zur Zeit ist zum Monument leider wegen umfangreicher Bau- und Restaurierungsarbeiten der Zutritt versperrt.

Vom der Hohen Brücke am Kleinen Walloch See kann man schon einen Blick auf die nicht nur bei Kindern sehr beliebte Kettenbrücke erhaschen.
Hier fällt der Blick zu Beginn des Wolfskanals auf die bekannte „Weiße Brücke“, auch chinesische Stufenbrücke genannt. Jede Stufe hat eine andere Breite – dem Lebensweg nachempfunden, wo mit fortschreitendem Alter die Schritte kürzer werden…
Vom Wolfskanal hat man einen sehr schönen Blick auf die Rückseite des Gotischen Hauses und dichte hohe Bäume. Imposant zum Beispiel eine Stieleiche, die erst ab 15 m Höhe Äste hat – der Traum eines jeden Tischlers!
Am Ende des Kanals bilden Wolfsbrücke und zwei Bäume ein riesiges A – als Symbol für ANHALT oder AMORE?
Fast am Ende der Fahrt machte uns der Gondoliere am Ufer der Insel Neumarks Garten noch auf einen wunderschönen italienischen Trompetenbaum aufmerksam. Auch Beamtenbaum genannt, meinte er (die Blüten kommen erst spät und gehen früh…).

Bei unserem Ausflug war es genau umgekehrt!
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4 Kommentare
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 26.06.2016 | 11:44   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 26.06.2016 | 12:11   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 26.06.2016 | 13:59   Melden
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SUSANNE MEIER aus Raguhn-Jeßnitz | 01.07.2016 | 10:46   Melden
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