Mit dem Rollstuhl durch das Wörlitzer Gartenreich

Das Schloss von Wörlitz. Es wurde von Erdmannstdorf in einer Rekordzeit von 4 Jahren erbaut
Oranienbaum-Wörlitz: Wörlitzer Anlagen | Schon längere Zeit hatte ich mich der Gedanke beschäftigt, meiner gehbehinderten, und dadurch rollstuh-gebundenen, 84-jährigen Schwiegermutter noch einmal den Wörlitzer Park zu zeigen.
Bei optimalem Altweibersommerwetter setzte ich es am 7. September in die Tat um.
Im Vorfeld hatte ich mich über die Machbarkeit kundig gemacht und war auf folgender Seite fündig geworden:
http://www.gartenreich.com/de/besuchen/schloesser-...
Wie bei einer Ampel waren hier auf einem Informationsplan die Wege rot, gelb, und grün gekennzeichnet. Also bei „GRÜN“ kannst du gehen!
Während meine Frau vom Parkplatz beim „Eichenkranz“ ihre Mutter in den Park schob, eilte ich zur Gondelstation voraus, um mich vor Ort zu erkundigen, ob mit Gehbehinderten eine Gondelfahrt machbar ist. Und es geht tatsächlich! Für meine Schwiegermutter fiel damit wohl Weihnachten, Ostern und Geburtstag auf einen Tag, als eine Gondel mit ihr über den Wörlitzer See zum Wolfskanal ablegte (das ich das noch einmal erleben durfte...).
Doch damit war nicht Schluss. Um sie nicht auf einer großen Runde durch den Park schieben zu müssen, gelang es uns später, sie mit der Amtsfähre überzusetzen. Etwas komplizierter war später die Überquerung der schauckelnden Schwimmbrücke und der Hornzackenbrücke, war aber machbar. Beim „Gotischen Haus“ fanden wir auch eine behindertengerechte Toilette vor.
Wenn auch zum dritten Mal innerhalb von 10 Monaten im Park gab es trotzdem auch für meine Frau und mich wieder Neues zu entdecken. Nicht verwunderlich bei allein ca. 300 verschiedenen Baumarten. Da von den vielen Gästen auf den Gondeln später im Park nur wenig zu spüren war, blieb der Blick ungestört.
Wie schon von der Gondel aus hatte man an vielen Stellen in den Wörlitzer Anlagen traufhafte Sichtachsen über die Kanäle oder Wiesen. Von Herbst war an den Bäumen noch nichts zu spüren. Vielleicht liegt es an dem hohen Grundwasserspiegel, der auch die Kanäle füllt.
Dazu gesellten sich viele (Wasser)Vögel; Greifvögel, Pfaue rund um das „Gotische Haus“ und Eichhörnchen.
Gegenüber unserem Besuch vom Juni waren auch die Schwanenkinder deutlich gewachsen und dösten wieder bei der Gondelstation.
http://www.mz-buergerreporter.de/oranienbaum-woerl...
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 10.09.2016 | 19:19   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 10.09.2016 | 22:01   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 10.09.2016 | 22:22   Melden
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Dieter Gantz aus Querfurt | 12.09.2016 | 15:31   Melden
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