Erholsame Idylle im Schlosspark Krumke

Haupteingang
Osterburg (Altmark): Schlosspark Krumke | Von den 43 „Gartenträume - historische Parks in Sachsen-Anhalt“ sind sicher viele allgemein bekannt.
Aber man kann neben den großen Parks und Gärten im Lande auch noch ungeahnte Entdeckungen machen.
Eines dieser Kleinode ist der

Schlosspark Krumke, nahe der Hansestadt Osterburg in der Altmark*.

Rein zufällig sind wir durch ein kleines Prospekt auf diesen Park aufmerksam geworden und waren überglücklich diesen Park besucht zu haben – und wir waren früh am Morgen fast allein!

Es ist ein alter Park, der in den Jahrhunderten so manche Umgestaltung durch die verschieden Besitzer erfahren hat.
Schon der Blick durch das 2005 restaurierte schmiedeeiserne Tor am Haupteingang macht neugierig.
Im nördlichen Teil des Parks gibt es verschiedene kleine Themenbereiche, die zum Verweilen einladen wie der Orangeriegarten auf der einen Seite sowie das Kavaliershaus mit Café, Rosengarten und Kinderspielplatz (neu angelegt, um dem Park für Familien attraktiv zu machen) auf der anderen Seite.
Unser Weg führte uns zuerst linkerhand an der 400 Jahre alte Buchsbaumhecke entlang (eigentlich eher eine Allee mit hohen Bäumen), eine der ältesten ihrer Art in Europa. Im gesamten Parkgelände kann man Ausstellungstafeln zum Thema –

„Liebe zum Buchsbaum“

begegnen. Hier erfährt man sehr viel über die Historie des Buchsbaumes als Garteneinfassung und über die Pflege oder den Schnitt. Auf diesen Tafeln kann man auch schöne Buchsbaumornamente bewundern.

In den letzten Jahren wurden die Wege und Parkareale wieder neu hergerichtet. Die alten Sandsteinfiguren wurden von Studenten gesichert und stehen jetzt an der alten Parkmauer. Eine besonders gut erhaltene Figur ist der auf einem Weinfass reitende Bacchus im Orangeriegarten.

Unsere Lieblingsecke war der wunderschöne Landschaftspark mit alten, seltenen Bäumen. Hier kann man heute wieder lustwandeln. Sehr schön ist die Idee, dass die Familien der Schulanfänger diesen altehrwürdigen Baumbestand durch Neuanpflanzungen ergänzen. Außerdem waren wir auch von dem armstarken Efeu beeindruckt, der an den alten, großen Bäumen emporrankt.
Am großen Karpfenteich und dem Biesenbach im hinteren Teil des Parks gibt es besonders idyllische Sitzplätze. Hier stehen auch weitere Ausstellungstafeln, die die Geschichte des Parks und vor allem die Rettung nacherlebbar machen.
Die Parkanlage lädt tatsächlich zum Träumen und Verweilen ein, wer will kann sich im Steinkabinett nahe dem östlichen Eingang dazu kostenlos Bücher ausleihen.

Schloss und Orangerie sind nicht zugänglich, da in Privatbesitz, doch auch von außen schön anzusehen.
Bei kostenlosem Eintritt waren wir mit diesem Umstand schnell versöhnt.

* http://gartentraeume-sachsen-anhalt.info/gartentra...
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 26.08.2015
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 30.07.2015 | 21:58   Melden
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