Baustellenfrust überschattet Wirtschaftsgespräche in Osterfeld

Platz für Minister wurde freigehalten
Der Frust stand ihr im Gesicht, der 54 jährigen sonst aufgeschlossenen und freundlichen Geschäftsfrau Gisela Knopke, Inhaberin eines Dienstleistungs-
shops in Osterfeld. Sie war mit weiteren etwa 20 Unternehmern und Komunal-
politikern insOsterfelder Hotel Amadeus gekommen, wozu der Unternehmer-
stammtisch eingeladen hatte.

Die Arbeitsgruppe Wirtschaft der CDU Fraktion im Landtag,hielt Klausur, betonte Eingangs ihr wirtschaftspolitischer Sprecher Ulrich Thomas. Er hatte noch weitere Abgeordnete, Uwe Harms für Hochschulpolitik und Steffen Rosmeisl für Energie, im Gefolge. Landtagsabgeordneter Daniel Sturm hatte diese Gruppe nach Osterfeld eingeladen. Wirtschaftsminister Hartmut Möllring musste krzfristig wegen eines anderen Termins absagen. Nach einem kurzem Statement durch Stefan Paschke, Hoteldirektor und Stammtischvorsitzender, legte Gisela Knopke los. "Sorglos und geschäftsschädigend" nannte sie die seit Monaten dauernde Baumaßnahme in Osterfeld. Mehr, sie warf den Verantwortlichen "mangelnde Informationspflicht und nichteinhalten von Terminen" vor. Wir werden in Osterfeld vieleicht mal Abwasser und neue Fußwege, aber keine Dienstleistungsbetriebe mehr haben, weil die ohne Kundschaft nicht "durchhalten" können. Verbandsgemeindebürgermeisterin Kerstin Beckmann verwies hier auf eine Gemeinschaftsbaumaßnahme unter Hoheit des Landesbetriebes Bau, eine Landesbehörde. Und sie thematisierte den "Tourismus-Masterplan 2020", den Möllring als Tourismusoffensieve, vgl. MZ Ausgabe 18. Dezember, angekündigt hat. Hier wird auf ein Gutachten des Landes und Besucherdaten zwischen Altmark und Saale-Unstrut verwiesen. Die Landesgrenze und somit der Tourismusbereich reicht aber bis zur Elster, wird hier das Wethautal und angrenzende Gebiete ausgeschlossen? Gleiches trifft für Straßen und Radweganbindungen nach Thüringen zu. Stefan Paschke mit seinem Haus, könnte mehr vom Tourismus profitieren, würde die Region in solche Konzepte mehr eingebunden. Joachim von Menges, Geschäftsführer der Dr. Adler's Tiernahrung GmbH sprach umständliche Genehmigungsverfah-
ren an. Beteiligte müssten sich erst "einarbeiten und belesen" und verzögern so rasche Gewerbeansiedlungen. Neunzig Minuten Wirtschaftsthemen von der Basis bestimmt. Es gab noch viele Fragen, vieleicht gelingt auch mal ein Bildungsgespräch?
0
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.