Wildtulpenwiese Mösthinsdorf – 3. und 4. Anlauf

Liege ich richtig mit meiner Vermutung - Wilde Tulpe (Tulipa sylvestris), auch Weinberg-Tulpe, seltener Wald-Tulpe genannt?
 
9. April, 11 Uhr - auf dem Weg zur Wildtulpenwiese
Petersberg: Flächenschutznaturdenkmal Wildtulpenwiese | Am Sonntag gehörten wir zehn vor zehn zu den ersten Besuchern der wieder tollen Osterausstellung im Museum Petersberg.
Für die Heimfahrt machten wir einen kleinen Umweg über Mösthinsdorf. Aber es bot sich gegenüber dem Donnerstag immer noch ein nur wenig geändertes Bild:
http://www.mz-buergerreporter.de/petersberg/natur/...
Lag es vielleicht daran, dass trotz strahlendem Sonnenschein die Wiese 11 Uhr noch im lichten Baumschatten lag und sich die Tulpenblüten deshalb noch nicht geöffnet hatten?
Dieser Gedanke ging mir gestern Vormittag beim Tapezieren die ganze Zeit durch den Kopf….zumal wir In den nächsten Tagen wir bei typischem Aprilwetter nur selten Sonne sehen werden .
Deshalb düste ich gestern Nachmittag noch einmal los und wurde fürstlich belohnt. Schon auf der Suche nach einer Parkmöglichkeit sah ich es gelb von der Wiese leuchten.

Ein Meer gelber Wildtulpenblüten

Erst die Nachmittagssonne beleuchtet die kleine Wildtulpenwiese richtig. Besonders an ihrem östlichen Rand vor einem kleinen Entwässerungsgraben erspähte ich ein regelrechtes langgezogenes voll blühendes Wildtulpenband. Meine Hartnäckigkeit wurde damit endlich belohnt. Schade nur, dass es sehr windig war, so dass ich mit Makros Probleme hatte.

Nach meinen Recherchen tippe ich darauf, dass es sich hierbei um folgende Tulpenart handelt:

Die Wilde Tulpe (Tulipa sylvestris), auch Weinberg-Tulpe, seltener Wald-Tulpe

genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) gehört. Sie wurde zur Blume des Jahres 1983 gewählt.
Die Wilde Tulpe ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 30 bis 45 (10 bis 60) Zentimetern erreicht. Dieser Geophyt bildet Zwiebeln als Überdauerungsorgan aus. Oft entwickeln die Zwiebeln unterirdische Stolonen, welche die vegetative Vermehrung sicherstellen.
Gewöhnlich werden drei Blätter pro Pflanze ausgebildet, in seltenen Fällen können sie auch zu viert stehen. Die einfachen, blaugrün gefärbten Laubblätter sind ungestielt. Die Form der Spreite variiert von schmal-lanzettlich bis linealisch und läuft in einer spitzen, rinnenartig gebogenen Blattspitze aus. Der Blattrand ist glatt ausgestaltet. Die Blätter fühlen sich relativ weich an, sind unbehaart und von glatter Struktur. Sie entwickeln eine Länge von etwa 15 bis 35 cm und eine Breite zwischen 1 und 2 cm.
Pro Pflanze entwickelt sich gewöhnlich eine endständige, schwach duftende, glockenförmige Blüte.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Tulpe

Die Wilde Tulpe, Waldtulpe stammt vermutlich aus dem Mittelmeergebiet, ihre genaue Herkunft ist unklar. In Deutschland gehört sie zu den bedrohten Arten und steht als besonders gefährdete Art der Roten Liste unter Naturschutz.
http://www.gartendatenbank.de/wiki/tulipa-sylvestr...
Merkwürdig finde ich, das die Weinbergtulpe vor dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Maschinen zu den häufigsten Weinberg-"Unkräutern" gehören sollte. Wie wohl kam vom Mittelmeer im 16. Jahrhundert diese Tulpe hier her?
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5 Kommentare
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 11.04.2017 | 19:17   Melden
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf-Brehna | 11.04.2017 | 19:25   Melden
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 11.04.2017 | 19:56   Melden
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Ronny Krimm aus Petersberg | 12.04.2017 | 12:49   Melden
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Katrin Koch aus Friedersdorf | 16.04.2017 | 20:37   Melden
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