Wanderung für Jedermann von Quarmbeck zur Bicklingswarte und Johanniskapelle

Eingang Quarmbeck
Quedlinburg: Quarmbeck | In Zusammenarbeit mit der Quedlinburg Information und dem Harzklub Quedlinburg wurde wieder eine Wanderung für Jedermann durchgeführt. Diesmal begann die Wanderung mit einer kurzen Busfahrt nach Quarmbeck, einem eingemeindeten Vorort von Quedlinburg. Der Vorsitzende des Harzklubs Quedlinburg, Olaf Eiding, hatte traditionsgemäß die Leitung der Wanderung übernommen.

Verkehrslandeplatz Quarmbeck

Quarmbeck ist eine alte Siedlung, die seit dem 15. Jahrhundert wüst ist, das heißt, sie ist nicht mehr vorhanden. Das jetzige Quarmbeck entstand erst, nachdem 1927 dort ein Verkehrslandeplatz eingerichtet wurde. Der Flugplatz war damals als Zwischenlandeplatz notwendig, damit die Flugzeuge auch längere Strecken wie Hamburg - München bewältigen konnten. Zu dieser Zeit war es erforderlich zwischendurch Kraftstoff nachzutanken. In der Nähe des Flugplatzes wurde in den dreißiger Jahren ein Kasernenkomplex in Quarmbeck errichtet. Hier wurden Militärflieger der Luftwaffe ausgebildet. Nach dem 2. Weltkrieg dienten die Anlagen unter anderen zur Ausbildung von Polizisten. Später waren bis zur Auflösung im Jahre 1993 sowjetischen Streitkräfte untergebracht.

Bicklingswarte und Landwehr

Auf dem Kohlweg, auf diesem Weg wurde früher Holzkohle aus dem Harz zu den Gießeren im Harzvorland transportiert, ging es von Quarmbeck fast geradeaus zur Bicklingswarte. Die Bicklingswarte war eine der elf Warten, die im Mittelalter rings um Quedlinburg wie ein Spinnennetz positioniert waren. So konnte bei Gefahr über Rauch - und Feuerzeichen rechtzeitig der Türmer auf der Marktkirche in Quedlinburg informiert werden, der wiederum die Bürgerwehr alarmierte. Zusätzlich gab es die sogenannten Landwehren an den Gemarkungsgrenzen. Diese Landwehren waren Wälle und Gräben, die mit Hecken bewachsen waren. Diese sollten ein schnelles Eindringen von feindlichen Heereshaufen nach Quedlinburg erschweren. Die Bicklingswarte ist südöstlich von Quedlinburg gelegen und gehört zu den vier als Aussichtstürmen ausgebauten Warten um Quedlinburg.

Johanniskapelle

Nach einer kurzen Pause ging es über einem Feldweg zurück nach Quedlinburg. Über die Johannishöfer Trift gelangten wir zur Stresemannstraße. An der Johanniskapelle, die bereits im 12. Jahrhundert errichtet wurde, gab uns Olaf Eiding Informationen über die Entstehung des Johannisstifts, des Johannishains und der Johanniskapelle. Leider konnten wir die renovierte Johanniskapelle nur von außen besichtigen. Bis zum Ziel waren es nur noch wenige Meter. Nach ca. 7,5 Kilometern waren wir, bei leicht dunstigem Wetter, am Itschensteg angekommen. Mein Dank geht an Herrn Olaf Eiding, der uns wieder mal mit sehr vielen Informationen versorgte.
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