Bank gestohlen - Empörung im Ostharz

Nordic- Walking ist eine Ganzjahressportart für jeden, der aktiv etwas für seine Fitness und seine Gesundheit tun möchte. In Gernrode gibt es seit Jahren eine sehr aktive und rührige Gruppe, die nicht nur aktiv diesen Sport betreibt, sondern die auch Möglichkeiten für die Ausübung dieses Sports schafft. So ist eine Reihe von Routen entstanden, die die Gruppe betreut und instand hält.
Ausgangspunkt für diese Nortic- Touren ist der Parkplatz am Haferfeld. Im Rahmen eines Arbeitseinsatzes am 05.06.2015 haben über 30 Mitglieder der Nordic – Walking Gruppe Gernrode am Parkplatz den Wildbewuchs beseitigt und Grasflächen gemäht. Die dort befindliche Raststätte war in die Jahre gekommen und die Tischplatte der Sitzgruppe musste erneuert werden. Mitglieder der Gruppe gewannen die ortsansässige Firma Gebrüder Machemehl, eine stabile und bestens bearbeitete Eichenholz-Bohle zu spenden, die von den Walking- Sportlern am Haferfeld montiert wurde. Nach dieser Aktion waren alle sehr zufrieden und freuten sich über das Ergebnis ihrer Arbeit. Mit einem zünftigen Grillvergnügen wurde die neu gestaltete Sitzgruppe eingeweiht. Auf einem aufgestellten Hinweisschild wurden die Nutzer dieser nützlichen Einrichtung gebeten, Ordnung zu halten, damit noch viele Nutzer Freude an dieser Raststelle haben.
Keine zwei Wochen hat es gedauert, da wurden aus den zufriedenen Walkingsportlern Wutbürger, denn die Tischplatte war geklaut worden. Das war keine spontane Aktion, sondern eine geplante. Werkzeuge und geeignete Transportmittel mussten zur Verfügung stehen.
Zeitgleich wurde in Harzgerode eine passende Bank gestohlen, die MZ hatte darüber berichtet. Offenbar kommt man auf diese Weise auch zu einer privaten Gartenausstattung.
Viele sollten Freude am Gebrauch dieser geschaffenen Raststelle haben, und nicht nur ein paar verantwortungslose Diebe. Hoffentlich wird denen, die diese Platte nun nutzen, die Schäbigkeit ihres Handelns bewusst.
Die noch Herzblut und unzählige Freizeitstunden in ehrenamtliche Arbeit investieren und durch solche dreisten Diebstähle dafür belohnt werden, sind zu Recht empört und hinterfragen den Sinn ihrer Arbeit. Polizeiliche Hilfe ist wegen „Geringfügigkeit“ dieser kriminellen Handlung nicht zu erwarten, Versicherungsschutz ebenfalls nicht.
Daraus folgt, Bürger schützt den Wald und seine Einrichtungen durch entsprechende Aufmerksamkeit, um solchen dreisten Dieben das Handwerk zu erschweren. Leider ist das derzeit das einzige Mittel, um Anlagen des Gemeinwohls zu schützen – das ist traurig, oder?
Im Auftrag der Gernroder Nortic -Walking Gruppe
Klaus Okesson
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 02.07.2015
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