HONIG MADE IN QUEDLINBURG!

Im Zeitalter der Globalisierung, der Massentierhaltungen mit all den Abgründen der Tierhaltung, der Antibiotika Resistenzen, den Genmanipulierten Nahrungsmitteln mit all seinen Zusatzstoffen, in diesen Zeiten ist es eine Wohltat zu wissen, daß es noch Oasen von Lebensmittelhersteller gibt, die noch so rein und natürlich sind wie vor hundert Jahren!

Ich meine die Quedlinburger Imker und ihr Verein: IMKERVEREIN QUEDLINBURG 1904 e. V. mit seinem Vorsitzenden ,, Roland Kramer“!

Der Verein hat 21 Mitglieder mit 161 Bienenvölker, davon nennt 32 Bienenvölker Vorsitzender Kramer sein eigen. Die Imker stammen aus Heddersleben, Rieder, Stecklenberg, Neinstedt und Quedlinburg!
Gezüchtet werden die Bienenrasse: Carnica und Buckfast.
Durch wissenschaftliche Untersuchungen wurde bewiesen, dass in der Bestäubung der Nutz- und Wildpflanzen die Honigbiene es ist, die zur Erhaltung und Fortentwicklung der Pflanzen einen Anteil von 80 – 90 % beiträgt!
Der Thymianhonig sowie der Fenchelhonig ist ein Produkt speziell aus unserer Region. Der Frühtrachthonig stammt von der Obstblüte, der Weide, dem Ahorn und der Linde und vereinzelt auch Robinie.
Für alle die sich mit Pollenallergien rum-schlagen müssen sei hiermit gesagt, versuchen sie es doch einmal mit Frühtrachthonig! Wichtig ist ein Honig aus Ihrer Nähe - Honigbienen fliegen in etwa im Radius von 5 km - suchen Sie also im Umkreis von 5 bis 10 km um Ihren Lebensmittelpunkt nach einem Imker der auch dort seine Bienen hat.
Dieser Honig enthält ein recht gutes Abbild des lokalen Pollernspektrums.
Beim Abschied zeigt mir Kramer in seinen Keller seine neue große Wabenschleuder und einen langen Heizstab mit Temperaturregler. Beim Abfüllen wir der Honig erwärmt damit er fließförmig wird, damit alle guten Eigenschaften im Honig erhalten bleiben aber nicht über 40°C! Auf dem Weg zur Haustür erzählt er mir noch, dass der Verein immer auf der Suche nach neuen Imkern ist. Zwar hat sich die Mitgliederzahl seit 2003 verdoppelt, aber um den Fortbestand der Imkertradition zu sichern bedarf es des jungen Nachwuchses! Ein erster Erfolg zeigt sich schon in der Statistik, lag das Durchschnittsalter der Imkervereinigung 1904 e.V. 2011 noch bei 61 Jahren, liegt es 2015 bei 57 Jahren! Und so ist es auch kein Zufall, das Kramer und Vereinsfreunde in Kindergärten und an Schulen gehen um den Kindern und Jugendlichen Ihre Arbeit zu erklären und vielleicht findet sich ja der Eine oder Andere der sich dieser Leidenschaft der Imkerei verschreiben möchte. Einsam wird es dabei nicht werden, die alten Imker stehen immer mit Rat und Tat zur Seite.
Für mein Teil, ich esse den Honig sehr gerne wenn er fix und fertig aus dem Glas kommt. Bei den Bienen zu Hause mußte ich mich schon gehörig an meiner Kamera festhalten um nicht Wild um mich herum schlagend Fersengeld zu geben! Einen Elefanten wird ich schon mal gern Tätscheln, aber vor einer Biene hab ich Angst!
Imkerverein Quedlinburg
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Weiterveröffentlichungen:

MZ-Web.de | Erschienen am 17.04.2015
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 12.04.2015 | 19:04   Melden
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