Mit dem Rollstuhl durch die Weltkulturerbestadt Quedlinburg (Teil 1)

Quedlinburg ist eine sehr schöne alte Fachwerkstadt am nordöstlichen Harzrand gelegen. Sie soll zu den 10 schönsten Städten der Welt gehören.

Anlass für mich als Rollstuhlfahrer, mich mit den örtlichen Gegebenheiten in puncto Begehbarkeit und Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden oder gastronomischen Einrichtungen zu beschäftigen. Außerdem möchte ich mit meinem Beitrag die Leser für dieses Thema sensibilisieren.
Der erste Eindruck für Touristen bzw. Reisende beginnt oft am Bahnhof einer Stadt. Das Bahnhofsgebäude, mit DB-Schalter (Auskunft, Fahrscheinverkauf u.a.), Zeitschrif-tenkiosk und weiteren Serviceeinrichtungen (z.B. Busticket-Verkauf) kann von Rollstuhlfahrern nicht betreten resp. befahren werden. Es fehlen Rampen oder andere Zufahrtswege, um mehrere Treppenstufen zu überwinden. Zwar gibt es einen Ticket-automaten der DB auch außerhalb des Gebäudes, der auch vom Rolli bedient werden kann. Doch wenn ich mit dem Bus weiter möchte oder besondere Fahrkartenermäßi-gungen der DB (die vom Automaten nicht angeboten werden) erwerben möchte, habe ich ein Problem. Die Schalter befinden sich im Gebäude. Außerdem fehlen hier Hinweise dazu für alle Reisenden. Weiter sollten für alle ankommenden Touristen in einer Weltkulturerbestadt Toiletten im Bahnhofsbereich vorhanden sein. Auch ist die Pflasterung im Bahnhof und auf dem Vorplatz für Rollstuhlfahrer schwer zu bewältigen. Das sind alles Maßnahmen, die finanziert werden müssen, aber bei entsprechender Planung nicht unbedingt hoch sein müssen. Wenn man bedenkt, dass die "Wende" nun schon 23 Jahre her ist und in der Stadt während dieser Zeit sich vieles zum Positiven verändert, gebaut und erneuert wurde, dann muss es uns doch auch gelingen den Bahnhof noch schöner zu gestalten. (Fortsetzung folgt)
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René Grünwald aus Quedlinburg | 08.11.2012 | 10:04   Melden
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Ysett Raschick aus Quedlinburg | 05.12.2012 | 22:36   Melden
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