Unterwegs mit dem Rollstuhl

Gedankensplitter

Neulich war ich mal wieder mit dem Rollstuhl unterwegs.
Da denkt man ja immer so vor sich hin. Nein, nicht die wieder vermehrt in den Strassen liegenden Hundekacke-Haufen oder die schiefen, krummen, huckeligen Gehwege und nicht abgesenkten Bordsteinkanten im "Welterbe" oder der leider immer noch nicht sanierte Bahnhof, sind die Gedanken die mir heute durch den Kopf gehen. Es ist, wie fast überall in Deutschland, der nicht abreißende Flüchtlingsstrom, der sich in unser Land ergießt. Nun zeigt sich auch beim deutschen Kleinbürger in der Provinz welchen Geistes er ist. Da trennt sich, was nicht zusammen passt. Es ist nicht nur die Spreu vom Weizen. Ich finde es sehr erstaunlich, wie 70 Jahre nach dem Ende eines die ganze Welt verheerenden Krieges, angezettelt durch das faschistische Deiutsche Reich mit seiner unmenschlichen Barbarei, viele Menschen wieder mit demselben Hass auf Andere (nicht nur Asylsuchende) reagieren. Es zeigt mir auf, dass derselbe Virus von 1933 - 1945 noch immer in einem erschreckend großen Teil unserer Gesellschaft grassiert oder schon wieder. Ohne eigene Not werden wieder Parolen des so genannten Dritten Reiches aufgenommen. Da schreien Kriminelle, Schläger und andere Dumpfbacken nach Gerechtigkeit, vergleichern demokratische Politiker und gewählte Volksvertreter ungestraft mit Hitler und Göbbels. Noch schlimmer daran ist, das Menschen aus der so genannten Mitte der Gesellschaft dazu beifall klatschen und deren Geschrei einfach übernehmen. Unsere freie Presse wird wieder wie damals (im 3. Reich) als Lügenpresse beschimpft. Ich finde das zum Kotzen.
So, jetzt wackle ich mal wieder weiter. Das musste mal gesagt werden.
Bis die Tage.
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Ralf Springer aus Aschersleben | 23.11.2015 | 16:00   Melden
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