VERGESSENE BAUWERKE

Was der Mensch nicht mehr braucht, holt die Natur sich wieder zurück!


Ehemalige Fußgängerbrücke über die Bode am Stadtrand von Quedlinburg, die zum Dippenword (Ausfluggaststätte und Bad) führte.


Die Bezeichnung Dippenword leitete sich von der Familie Dippe ab, die ursprünglicher Besitzer des oberhalb der Bode gelegenen Grundstücks war und dort einen Obstgarten betrieb. Am 2. Juni 1830 eröffnete an der Stelle eine Badeanstalt, die seit 1862 auch als Militärbadeanstalt für das bis 1870 in Quedlinburg stationierte Füsilierbataillon des 4. Magdeburgischen Infanterie-Regiments Nr. 67 diente. Das Bad bestand mit Unterbrechnungen bis 1925 und wurde nach Beschädigungen durch die Hochwasser von 1920 bis 1925 am 31. Dezember 1925 geschlossen. Neben der Badeanstalt hatte sich ein Gastronomiebetrieb entwickelt, der auch nach der Schließung des Bades fortbestand. Bad und Restauration befanden sich seit 1868 im Besitz der Familie Müller (Friedrich Müller, ab 1893 Gustav Müller). Die Gaststätte wurde nach und nach ausgebaut und erhielt zwei Festsäle und eine Gartenwirtschaft. In der NS-Zeit war in den Gebäuden eine Unterkunft für Landdienstjahrmädchen untergebracht. 1963 ging die letzte private Betreiberin, Elfriede Clauss, eine Tochter des 1943 verstorbenen Inhabers Müller, in den Westen. Die Verwaltung des Gebäudes ging an die Stadt über. Bis 1973 befand sich dort ein Kinderferienlager des Kreiskrankenhauses Querfurt. 1983 wurden die Anlagen abgebrochen.
Bei Sachsen- Anhalt- Wiki entnommen.
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 07.07.2014 | 19:35   Melden
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