Quedlinburg

Quedlinburg: Quedlinburg | Bereits 1993 festigte sich nach einer sehr kurzen Stippvisite der Wunsch nach einem ausgedehnteren Besuch, war ich doch damals schon vom Flair der Stadt begeistert, obwohl noch nichts saniert war. In der ersten Mai-Woche 2017 war es so weit. Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Der Aufenthalt hat mir sehr gut gefallen. Bis auf das Wetter. Nicht nur, dass es sehr kalt war, Nieselregen begleitete uns oft. Zu oft. Doch wie heißt es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung. Es wurde also alles, was der Koffer hergab, übereinander angezogen, der Schirm aufgespannt und so die mittelalterliche Stadt erkundet, die seit 1994 auf der UNESCO-Welterbe-Liste steht.

Ein Muss waren natürlich der Schlossberg mit der romanischen Stiftskirche St. Servatius und der Domschatz. Von dort oben hat man einen wunderbaren Blick auf den Stadtkern mit Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten sowie auf den gegenüberliegenden Münzenberg mit wechselvoller Geschichte. Während dort im 10. Jahrhundert zunächst Benediktinerinnen im Kloster lebten, besiedelte ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts „fahrendes Volk“ das Areal und baute auf bzw. in den zerfallenen Klosterruinen Fachwerkhäuser. Die Quedlinburger waren seinerzeit nicht erfreut, hörten wir. Heute handelt es sich um eine privilegierte Wohngegend mit vielen hübschen Ferienwohnungen.

Hohe Priorität hatte für mich der Besuch des Feininger-Museums. Es beherbergt eine der größten Bestände seiner Grafiken, Radierungen, Lithographien und Holzschnitte. Und einen ganz besonderen Schatz: ein von Feininger selbst zusammengestelltes Album mit Zeichnungsentwürfen aus dem Frühstadium seines Schaffens (1905). Zu verdanken ist alles einem Studienfreund aus der Bauhaus-Zeit in Weimar, dem Quedlinburger Dr. Hermann Klumpp. Er rettete Feiningers Werke vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Der in New York geborene Lyonel Feininger (1871 - 1956) lebte bis 1937 in Deutschland.

Hervorzuheben sind die vielen kleinen inhabergeführten Geschäfte, Galerien, Cafés und Restaurants. Besonders gut in Erinnerung ist mir ein Café in der Nähe des Rathauses, das sich über sieben Häuser erstreckt. Einzigartig und urgemütlich. Das Rathaus ist übrigens eines des ältesten Mitteldeutschlands.

Fotos habe ich selbstverständlich sehr viele mitgebracht. Hier eine kleine Auswahl. In Kirchen und Museen durfte nicht fotografiert werden.
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17 Kommentare
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 12.05.2017 | 16:05   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 12.05.2017 | 16:08   Melden
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Siegfried Behrens aus Halberstadt | 12.05.2017 | 16:11   Melden
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 12.05.2017 | 18:07   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 12.05.2017 | 18:17   Melden
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Anke Wolf aus Naumburg (Saale) | 12.05.2017 | 21:32   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 12.05.2017 | 21:39   Melden
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Christine Schwarzer aus Dessau-Roßlau | 12.05.2017 | 21:41   Melden
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Katrin Koch aus Friedersdorf | 12.05.2017 | 22:34   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 13.05.2017 | 06:40   Melden
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Ralf Springer aus Aschersleben | 13.05.2017 | 20:18   Melden
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ines engler aus Muldestausee | 14.05.2017 | 01:03   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 14.05.2017 | 09:11   Melden
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Kathrin Schweinitz aus Quedlinburg | 15.05.2017 | 12:08   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 15.05.2017 | 12:24   Melden
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Dieter Gantz aus Querfurt | 21.05.2017 | 13:18   Melden
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 21.05.2017 | 13:21   Melden
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