Spektakulärer Touristenmagnet im Ostharz!

Gondel für den Sprung in die Tiefe
Die längste Seilhängebrücke der Welt hängt nun 100 Meter über der Rappbode und übertrifft damit den bisherigen Rekordhalter im Olympiapark im russischen Sotschi. Am 7.Mai wurde sie eröffnet und trägt den Namen TitanRT. Eine Hightech Stahlkonstruktion mit einem Eigengewicht von 118 Tonnen ist sie geworden, da sind das Gewicht von 200 Menschen, die die Brücke gleichzeitig betreten dürfen, noch nicht berücksichtigt.
Sie ist 483 Meter lang, 458 Meter davon sind freitragend, und hat in Sachen Publikumsinteresse die erhofften Erwartungen mehr als übertroffen und ist zu einem Touristenmagneten der Superlative geworden. Tausende Besucher kommen täglich zur Rappbode und machen die 415 Meter lange Dammkrone der Talsperre zu einem von Menschen überfluteten Boulevard. Wer mit dem Auto anreißt und einen Parkplatz ergattert, hat schon mal das komplizierteste Hindernis auf dem Weg zur Hängebrücke überwunden.
Für 6 Euro kann man den Hin-und Rückweg auf der Brücke in Angriff nehmen und dabei den Kick genießen, 100 Meter freischwebend über der Rappbode zu flanieren. Leicht schwingt der Koloss, durch die Gitterroste ist der Höhenunterschied immer gegenwärtig und macht das „Flanieren“ zu einem nachhaltigen, besonderen Erlebnis. Wem das noch nicht abenteuerlich genug ist, kann etwa in der Mitte der Brücke einen Pendelsprung wagen und dabei an einer 65 Meter langen Seilschaukel in die Tiefe springen, verliert dabei allerdings auch 79 Euro, denn so viel kostet dieser Nervenkitzel.
Damit nicht genug, „Megazipline“ erwartet ebenfalls ihre Aufmerksamkeit und ihren Besuch. Sie können an zwei dünnen Stahlseilen, die den Wendefurther Stausee überspannen, in einem Gurtsystem liegend hängen, in sausender Talfahrt das gegenüberliegende Ufer erreichen. 39 Euro kostet der „Überflug“, dafür erreichen sie aber um die 100 Km/h Geschwindigkeit und produzieren Adrenalin im Überfluss.
Fazit, der Harz ist um zwei Attraktionen reicher, um Erlebnisse, die der moderne Tourismus erwartet. Action und Nervenkitzel sind angesagt. Wandern, Naturgenuss und Besichtigung historischer, schöner Städte und Bauwerke sind offensichtlich nicht mehr ausreichend, um ein attraktives Touristenziel zu sein.
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2 Kommentare
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Waltraud Eilers aus Naumburg (Saale) | 19.07.2017 | 09:04   Melden
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Christa Mecke aus Thale | 19.07.2017 | 10:43   Melden
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