Über uns - Wer sind die Bürgerreporter? Teil 8: Heiko Scharf

Ohne Kamera geht Heiko Scharf kaum noch aus dem Haus. FOTO:MZ/ENGELBERT PÜLICHER

Die besten Geschichten schreibt das Leben. Hier im Portal werden sie erzählt. Rund 4600 Hobby-Autoren berichten im Mitmachportal der Mitteldeutschen Zeitung regelmäßig, darüber, was sie bewegt. An dieser Stelle stellen wir einige Bürgerreporter vor. Heiko Scharf ist stellvertretender Ortsbürgermeister.



Gasbrenner, Rüttelplatte - bei Heiko Scharf kann es auch mal laut sein. Der 39-jährige Baalberger ist freiberuflicher Hausmeister und fährt deshalb viel durch Bernburg und Umgebung zum Dachdecken, Pflastern und mehr - sein Fotoapparat fährt mit. Die Ergebnisse zeigt er dann hier im Portal. Angemeldet ist der Bernburger seit knapp zwei Jahren.

Angefangen hat alles mit einer neuen Kamera, die Heiko Scharf vor rund drei Jahren von seiner Ehefrau bekam. "Ich bin viel in der Natur unterwegs und probiere mich aus", sagt Scharf. Das sei damals schon so gewesen. Mit der neuen Spiegelreflexkamera gab es dann auch neue Möglichkeiten, die sich der Baalberger über Schulungsvideos im Internet selbst beibrachte. Irgendwann habe er dann von einem Bilder-Wettbewerb der MZ-Bürgerreporter gelesen. "Da habe ich mich angemeldet und meine Aufnahmen eingereicht."

Vor allem Scharfs Aufnahme vom Sternenhimmel in der Nacht wanderte durch die Region: "Ich konnte nachts nicht schlafen", hatte er geschrieben. Über Facebook und die Bürgerreporter selbst verbreitete sich das Bild im Netz. "Wenn ich nicht schlafen kann, probiere ich Neues aus", meint der Baalberger dazu gelassen.

Kinder sorgen für Sonnenaufgänge

Die vielen Sonnenaufgänge, die Scharf zeigt, seien oft den Kindern zu verdanken: "Ich wecke sie am Morgen. Und wenn sie sich fertig machen, gehe ich schon das erste Mal mit der Kamera vor der Tür", erklärt der 39-Jährige. Die Bilder stellt der Bürgerreporter ins Portal ein. Andere Bürgerreporter bewerten das Bild dann, Kommentare werden geschrieben, man tauscht sich aus. "Ich sage selbst auch mal, wenn es mir nicht gefällt. Man muss sich ja keinen Honig um den Mund schmieren", ist Scharf sicher und ehrlich.

Dabei verfolgt er auch, was andere Bürgerreporter schreiben und fotografieren: "Über die Punktzahl neben dem Profilbild erfährt man ja schnell, wie aktiv der jeweilige Bürgerreporter ist. Aber Präferenzen habe ich nicht. Ich schaue mir alles an - quer durch die Bank." Selbst Punkte sammeln will Scharf aber nicht.

Ihm gehe es um die Fotografie. "Es macht mir auch Spaß, mich mit den anderen auszutauschen, über Blenden und Isozahlen zu sprechen", sagt der Hausmeister. Auf seiner Arbeitstour wird er dann auch manchmal angesprochen, wenn ein MZ-Leser eines seiner Bilder in der Zeitung gesehen hat. Darüber freut sich Scharf, der sich auch in seinem Heimatdorf im Ortschaftsrat engagiert. Hier ist er nicht nur Mitglied, sondern sogar stellvertretender Ortsbürgermeister.

Text: Kathleen Bendick

Aus der Reihe: Über uns - Wer sind die Bürgerreporter?

Teil 12: Karin Lehmann
Teil 11: Peter Losch
Teil 10: Liane Griedel
Teil 9: Jacqueline Koch
Teil 8: Heiko Scharf
Teil 7: Lothar Wobst
Teil 6: Hildegard Stelzig
Teil 5: Steffen Flaischlen
Teil 4: Martina I. Müller
Teil 3: Dieter Roßmann
Teil 2: Steffi Hosemann
Teil 1:Patrick Quilitzsch

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Nicht für alle Themen gibt es ausreichend Platz in der Zeitung und auch die MZ-Redakteure können nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb hat die MZ die Online-Plattform ins Leben gerufen. Das Online-Portal www.mz-buergerreporter.de erreicht inzwischen mehr als 46 000 Leser im Monat. Ob als Verein, Feuerwehrmann oder Hobby-Autor - im Leserportal kann jeder über Ereignisse der Region berichten. Selbst Bürgerreporter zu werden, ist nicht schwer und kostenlos:Einfach mit Namen, E-Mail-Adresse und Postleitzahl registrieren. Es dauert keine fünf Minuten, schon kann es losgehen. Tipps zum Schreiben gibt es hier.
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