Historische "Höhen-Sonne" im Luftfahrt- und Museumspark Merseburg

Querfurt: Bahnhof | In dieser Vorfrühlings-Woche braucht doch jeder ein bisschen Sonne?!

Deshalb zeigen wir aus den über 60 000 Exponaten des Luftfahrt- und Technik- Museumspark diese:

Historische "Höhen-Sonne"

Die so genannte "Höhen-Sonne" war ein schon 1904 entwickeltes Gerät zur
Erzeugung von Ultravioletter "Höhen-" Strahlung für medizinische Zwecke
ursprünglich in Kliniken und Sanatorien. Später gab es diese Geräte auch als
Haushaltsgerät zur Gesundheitspflege. Bis in die späten 80-er Jahre wurden
diese Geräte auch in der DDR produziert.

Der Markenname "Höhensonne" der auch in Bitterfeld Quartzglas produzierenden
Firma Heraeus leitet sich aus dem auf den Bergen im Gebirge verstärkt
wirksamen Ultraviolettanteil des Sonnenlicht ab.

Das Kernstück einer "Höhen-Sonne" ist dabei eine Quarzlampe
(Gas-Entladungslampe mit giftigem Quecksilber-Dampf) ohne Schutzglas. Das
Gas wird durch eine Niedervolt-Spannung zum Leuchten angeregt. Dabei werden
oft Infrarot-Heizdrähte als Vorschalt-Wiederstand verwendet. Dadurch erfolgt
gleichzeitig eine Wärmeabgabe durch Infrarot-Abstrahlung in einem
Metall-Reflektor.

Geschichte [nach der freien Enzyklopädie Wikipedia]:
Die Höhensonne geht auf ein Patent von 1904 zurück. Erfinder der
Quecksilberdampflampe und somit Urvater der Höhensonne war der
Wissenschaftler Richard Küch. Sie wurde lange Zeit zur künstlichen
Hautbräunung und zur Behandlung von Akne - der Blau- und Ultraviolettanteil
wirkt bakterizid und erzeugt in der Haut eine Vorstufe des Vitamin D - sowie
von Rachitis verwendet. In Schulen wurden in der Nachkriegszeit klassenweise
Bestrahlungen durchgeführt.

Früher wiesen die Lampen signifikante Emissionen harter
Ultraviolettstrahlung auf. Das äußerte sich auch durch den typischen Geruch
von Ozon, das sich durch die Strahlung aus Luftsauerstoff bildete. Bei
heutigen Lampen werden im Quarzglas des Brenners Zusätze verwendet, die den
Austritt harter UV-Strahlung weitgehend verhindert. Höhensonnen sind
dennoch aus der Mode gekommen, da sie weiterhin, wie auch die mit speziellen
Leuchtstofflampen arbeitenden Solarien, im Verdacht stehen, Hautkrebs zu
erzeugen. Die Benutzung einer Höhensonne erfordert aufgrund der
Ultraviolettstrahlung
und der hohen Leuchtdichte auch im sichtbaren Bereich eine spezielle oft
dunkelgrüne Schutzbrille, ansonsten können Blenderscheinungen oder auch eine
Bindehautentzündung entstehen.




Vielleicht statten Sie auch einmal den anderen Museumsstücken einen Besuch
ab und planen mindestens 2 Stunden Besuchszeit ein?

Geöffnet ist regulär jeweils Di-Do 9-16 Uhr, Fr. 9-14 Uhr und an den
Wochenenden von 9-17 Uhr. Letzter Einlaß jeweils eine Stunde vor Schließung
oder bei Eintritt der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen.

Im Winter kann es sicherheitstechnisch bedingt zum kurzfristigen Schließen
der Ausstellung kommen, daher ist ein vorheriger Anruf sinnvoll.

Erreichbar ist der Luftfahrt- und Technik Museumspark Merseburg über die
Hans-Grade-Str./Ecke Kastanienpromenade in 06217 Merseburg von der B91(am
gelben Hubschrauber abbiegen)
bzw. über die A38 Abfahrt Merseburg-Nord aus.

www.luftfahrt-technik-museum.de
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6 Kommentare
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Roland Horn aus Dessau-Roßlau | 21.02.2013 | 09:36   Melden
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Luftfahrt- und Technik- Museumspark aus Merseburg | 21.02.2013 | 10:03   Melden
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Gisela Ewe aus Aschersleben | 21.02.2013 | 11:21   Melden
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Luftfahrt- und Technik- Museumspark aus Merseburg | 21.02.2013 | 12:27   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 26.02.2013 | 19:31   Melden
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Luftfahrt- und Technik- Museumspark aus Merseburg | 07.03.2013 | 08:07   Melden
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