Da stinkt etwas ganz gewaltig im Salegaster Forst

Viele Jahre sind seither vergangen, als der Salegaster Forst zwischen Jeßnitz, Greppin, Muldenstein und Bitterfeld noch ein Naturschutzgebiet war. Doch nun wird der schöne Auenwald immer mehr zum Opfer der Land & Forstwirtschaft.

Nicht nur das immer mehr alte Laubbäume gefällt werden um aus ihnen Profit zuschlagen und selbst in der Schonzeit schwere LKW `s durch den Wald fahren um die Polder abzutransportieren, NEIN , auch die Gülle wird von Jahr zu Jahr mehr auf den Wiesen. Oft wird sie nicht nur einmal im Jahr ausgefahren. Und das ist nicht nur eine unangenehme Sache für alle Nasen in und um den Salegaster Forst, es ist auch eine hohe Belastung für die Natur. Die immer länger werdenden Trockenperioden machen den Gewässern und der Natur so schon zu schaffen. Doch dank, der Gülle und den damit verbundenen Nitraten wird die Wasserqualität noch mehr belastet. Was zur Folge hat, das immer mehr Algen und andere Pflanzen in den Gewässern wachsten und die Lebensqualität der darin lebenden Tiere enorm verschlechtert wird.

Als ich noch Kind war, waren die Teiche voll mit Fröschen und Kaulquappen und man konnte zum teil nicht richtig laufen, weil der Waldboden voll kleiner Kröten und Frösche war. Doch nun hört man kaum noch ein Quaken oder sieht gar eine Kröte. Dazu kommt, dass die Wiesen bei den Temperaturen um 25 Grad schon durch das Mähen verbrannt sind und trozdem kommt auch noch die Gülle oben drauf. Da macht jedes Tier "reis aus" oder wird vergiftet. Mäuse, Maulwurf , Kröten und andere, wichtige Nahrungsgrundlagen für viele Raubtiere und Greifvögel, wandern an andere Orte oder sterben.

Was wiederum zur erschwerten Nahrungssuche für die anderen Tiere führt, um Jungtiere/Vögel und sich selber zu versorgen. Es wachsen keine Blumen und Gräser mehr und daher fliegen auch immer weniger Insekten und dann auch immer weniger Vögel. Es hängt alles zusammen, ein Kreislauf. Und ohne die richtigen Kontrollen und Regeln wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis wir die Pflanzen, Insekten, Nager, Amphibien, Vögel und anderen Tiere nur noch auf Fotos, aus Büchern oder dem Zoo kennen. Hör auf, Ohren, Augen und Mund zu verschließen! Es liegt in Deiner Hand!
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Mitteldeutsche Zeitung | Erschienen am 01.06.2017
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2 Kommentare
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Martin Lehmann aus Bitterfeld-Wolfen | 25.05.2017 | 21:36   Melden
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Katja Mittag aus Raguhn-Jeßnitz | 25.05.2017 | 21:49   Melden
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