Rührei oder wie stabil ist Eierschale?

Raguhn-Jeßnitz: Sekundarschule Raguhn | Am Dienstag vor Ostern, am 22.3.2016, fand nun schon zum zweiten Mal der Wettbewerb: „Welches rohe Hühnerei übersteht den größten Sturz?“ an der Sekundarschule Raguhn statt. Die Schüler der diesjährigen 9a stellten sich, angeregt von ihrem Physiklehrbuch, einem Wettbewerb, bei dem sie sich zunächst ihre eigenen Regeln aufstellten. Somit sollte ein handelsübliches nicht ausgeblasenes Hühnerei der Größe M so sicher verpackt werden, dass es einen größtmöglichen Sturz überlebt.

Die Vorgaben

Die Konstruktion durfte maximal zu vier Personen geplant und gebaut werden und die Abmessungen von 20cm x 20cm x 20cm nicht überschreiten. Auch durften die Eier nicht mit Lacken, Kleber oder ähnlichem bestrichen werden. Alle Eier mussten zunächst die Höhe des ersten Podestes der Feuertreppe unbeschadet überstehen. Der Boden wurde natürlich nicht gepolstert und war für alle gleich. Alle dann unbeschadeten Eier sind weiter im Wettbewerb und die Teams dürfen, ähnlich wie beim Hochsprung, die Höhe selbst wählen.

Der Gewinn

Zu gewinnen gab es ein Preisgeld für den größten Sturz und für das beste Design die Note 1 im Kunstunterricht. Anders als vor zwei Jahren, als ich schon im Vorfeld von den Schülern Bilder der Eiersturzproben von zu Hause erhielt, war es dieses Jahr sehr ruhig bis zum Wettkampftag. Streng geheim blieb alles. Aber die Klasse 9a hatte uns nicht enttäuscht.
Am Dienstag waren fünf Teams am Start mit sehr unterschiedlichen Konstruktionen. Ein rohes Ei war in einer Waschtasche gut gepolstert verpackt, ein anderes als Geschenk eingewickelt. Ein anderes steckte in einer riesigen Papierkugel, eins war nur gut in der Eierverpackung gepolstert und das letzte war eine Rakete mit Fallschirm. Als Zuschauer waren die Schüler der Klasse 5b gekommen. Die erste Höhe überstanden vier der fünf Eier. Ausscheiden musste nur das schicke Geschenk.

Das Stechen

Nun durften alle Teams ihre Eier noch einmal gut präparieren. Dann entschieden sich alle sofort, auf die größte Höhe zu gehen und vom obersten Podest der Feuertreppe ihr Glück zu versuchen. Die Spannung stieg, das Wetter wurde leider etwas schlechter. Aber zwei Teams konnten stolz auch bei dieser Höhe ihre heilen Eier präsentieren. Dann fand noch ein Stechen statt, denn einige Stufen ging es noch höher und dann musste man allerdings etwas über das Geländer werfen. Auch diese Prozedur überstanden die Waschtasche und die Rakete. Somit wurden beide zum Sieger gekrönt. Das Geld der Teilnehmergebühr von 1€ floss übrigens in die Klassenkasse, es wurde nicht geteilt, weil die 9a sich diese Regel so aufgestellt hatte. Es war wieder ein Mordsgaudi und ich würde mich freuen, wenn wir diesen Wettbewerb zur Tradition an der Schule vor Ostern werden lassen.
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