Süßer die Sägen nie klingen, als zur Sonntags-Mittagszeit

Alle Jahre wieder, kommt die Säge und reißt die Bäume nieder. Ich höre es schon vom Hof aus, das rattern und heulen der Motorsägen, das tuckern und klappern der Traktoren mit seinen Anhängern, das knacken und brechen der fallenden Bäume. Ich bin mit & in diesem Wald aufgewachsen, als er noch ein Naturschutzgebiet war und er geschützt wurde, kein Auto durch ihn fahren durfte und die Natur ihn noch formte und veränderte. Nun sind es die Holzfäller mir ihren Autos und Sägen, die das Bild des Auwaldes jeden Winter verändern. Neue Schneisen und leere Plätze bleiben zurück, zerfahrene Wege entstehen, auf den man kaum vernüftig laufen kann, an Fahrradfahren ist gar nicht zu denken. Selbst Bäume mit so wichtigen Baumhöhlen, die als Nistplatz für viele Vögelarten, oder Schlafplatz für Fledermäuse und andere schützenswerte Tierarten gelten, werden gefällt. Sogar am angeblich so heiligen Sonntag hallt das schreckliche Motorsägengeräusch durch den ganzen Salegaster Forst. Tiere finden keine Ruhe mehr und werden von A nach B gehetzt, da die Holzfäller an verschiedenen Stellen im Wald ihre Männlichkeit und Stärke beweisen müssen. Bis März geht das Gemetzel noch weiter, bis es dann im November wieder von neuem beginnt. Denn, wie hat ein weiser Mensch einst gesagt: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Aber so muss es nicht enden. Beschwer Dich bei den Verantwortlichen, sieh nicht zu, sondern gibt der Natur Deine Stimme, es liegt in Deiner Hand.
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2 Kommentare
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Peter Pannicke aus Wittenberg | 22.01.2018 | 22:24   Melden
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Katja Mittag aus Raguhn-Jeßnitz | 28.01.2018 | 19:31   Melden
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