Besuchermagnet Ostrau

Es ist zwar jedes Jahr dieselbe Sache,
doch es ist immer wie zum ersten Mal. ( Erich Kästner)


Diese unbändige und zutiefst in uns verwurzelte Sehnsucht nach der Wiederkehr des Lichts,
nach Sonne und nach Frühling hatte Herr Kästner hier im Sinn. Und ebendiese trieb mich aus dem Haus.
Die Winterlinge blühen in Ostrau. Ich war bei weitem nicht allein unterwegs an diesem Nachmittag.
Eingebettet in den Park liegt das Barockschloss um 1713 erbaut. Der breite Wassergraben rahmt das Ensemble. Das tut er bereits seit dem Mittelalter, als hier noch eine Burg stand.
Was macht den Schlosspark seit Jahren so faszinierend? Das wollte ich herausfinden. Durch das schmiedeeiserne Tor betritt man beinahe eine andere Welt. Hier herrscht erholsame Ruhe, die nur vom Lied der Vögel unterbrochen wird. Genau diese Ruhe lieben die Winterlinge. Der Blick verliert sich in großflächigen Teppichen von leuchtendem Gelb. Diesem Park wohnt ohne Frage ein Zauber inne. Er nimmt seine Gäste in sich auf. Verschlungene Wege, glucksende Wasserläufe, beständiges Efeugrün und im Wind flüstern die hohen Bäume Legenden aus alter Zeit. Vielleicht von der wechselvollen Geschichte seiner ehemaligen Besitzer, der Familie von Veltheim? Möglicherweise liegt seine Anziehungskraft in der periodischen Wiederkehr, völlig unbekümmert davon, was außerhalb seiner Mauern auch geschieht. Eine Beständigkeit, die uns gewiss ist. Meine Empfehlung und die von Herrn Kästner…


Man sollte wieder mal Spazierengehen.
Das Blau und Grün und Rot war ganz verblichen.
Der Lenz ist da! Die Welt wird frisch gestrichen!
Die Menschen lächeln, bis sie sich verstehen.
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