Impressionen Finnland

Tampere
 

Tampere und Helsinki

Wie bereits erwähnt, bin ich am 24.8 von Bremen nach Tampere geflogen. Der Flieger war voll mit jungen Menschen die entweder Urlaub in der Region machen wollten, oder dort so wie ich ein Semester studieren. Wie immer bin ich bereits eingeschlafen, bevor das Flugzeug den Boden verlassen hat und bin pünktlich zum Landeanflug wieder wach.
Am Flughafen angekommen, wurde zum ersten Mal nicht nach meinem Ausweis gefragt. Das war neu. Tampere ist die zweit oder dritt größte Stadt Finnlands (die Quellen sind nicht eindeutig). Der Flughafen ist jedoch winzig und der Bus in die Stadt war voll. Ich saß neben einem Deutschen, der in Istanbul ein Semester studiert und dort eine Finnin kennengelernt hat, welche er jetzt besucht. Zusammen bewunderten wir die Bäume überall. In Tampere am Bahnhof angekommen, wanderte ich in mein Hostel. Das war nicht ganz so weit entfernt und ich konnte um 23 Uhr schlafen.

Am nächsten Morgen wollte ich mir die Stadt anschauen und lies mich im Hostel beraten. In Tampere gibt es einen Turm, den man als Tourist erklimmen sollte. Dahin musste ich etwa 3 km laufen und ich entschied mich für den Weg am See entlang. Was sich als schwieriger entpuppte als gedacht, denn besagten Weg musste ich auch erst einmal finden. Irgendwann fiel mir dann ein, dass ich ja seit dem Mittag am Tag vorher bei meiner Tante in Bremen nur eine Banane gegessen hatte und steuerte den nächsten Lidl an. Dort kaufte ich mein Frühstück, dazu gehörte auch Karjalanpiirakka (Reis in einem ein Teig).
Nachdem ich den Weg entlang des Wassers gefunden hatte und den Turm erklommen, war ich dezent enttäuscht.
Im Laufe der Jahre bin ich sehr verwöhnt vom herumreisen und kann mich leider nicht mehr für alles begeistern lassen. Der Ausblick war ok.
Zurück im Hostel schnappte ich mir meinen Rucksack, lief zum Bahnhof, kaufte ein Ticket nach Helsinki und saß etwa eine Stunde im Zug. Oder zwei?
Die Finnen sind sehr kommunikative Menschen, sooft habe ich noch nie: „English, please!“, sagen müssen und mir sind wilde Geschichten begegnet.


Helsinki

Meine zwei Tage in Helsinki waren nicht so spannend. Helsinki ist relativ weitläufig, schlicht und voller Architektur und Geschichte.
In vielen Städten weltweit gibt es „FreeTours“, Stadtführungen die keinen pauschalen Preis haben und bei denen man sich mit Trinkgeld beim Tourleiter bedankt. Ich kenne diese Art Führungen seit Jerusalem und habe in Prag, Edinburgh (sogar auf deutsch) und jetzt auch in Helsinki an einer teilgenommen. Dabei sah ich ein paar mehr Sachen als einem so ins Auge gefallen wären.  

Montag; den 28.08.17
Um sechs Uhr klingelte mein Wecker, ich warf den Schlüssel meines Zimmers in den Briefkasten, nahm mein Essen aus dem Kühlschrank und dann ging es ab zum Flughafen.
Ich schwärme immer noch von der finnischen/skandinavischen Optimierung.
Das allererste Mal (und ich habe auch da schon viel erlebt) habe ich gesehen, dass man sein Gepäck selbst aufgeben kann. Am Schalter sitzt keine Person mehr, sondern nur ein Scanner. Alles funktioniert über einen Computer. Und ich sah Menschen ihr Gepäck so aufgeben.
Es existierten trotzdem noch zwei Schalter für meinen kleinen Inlandsflug und so checkte ich ganz altmodisch ein. Generell war ich noch nie für 50 Euro (mit Gepäck) und soviel Luxus geflogen. Selbst das Boarding war extrem schnell. Ich hatte mir vorgenommen auf meinem Flug nach Oulu nicht zu schlafen, dieser Vorsatz hielt etwa 10 Minuten.
Dort angekommen, stieg ich in den nächsten Bus und war um 12 Uhr am Bahnhof. Wo ich in der Kälte (ja, plötzlich war es 5 Grad kälter) etwa 3 Stunden auf meinen Zug wartete. Irgendwann kam ich in Kemi an. Dort sollte ich abgeholt werden. Und niemand war da....
Ich versuchte meinen Tutor zu erreichen, der mir zugesagt hatte, dass jemand da wäre. Nach 15 Minuten kam er dann selbst und brachte mich in meine neue Wohngemeinschaft.

Dort lernte ich Julia kennen, sie studiert in Frankfurt Soziale Arbeit und wir belegen die gleichen Kurse und arbeiten im selben Kindergarten. Später kam noch Berth. Sie kommt aus Belgien und studiert ebenfalls Soziale Arbeit, arbeitet aber in einem Jugendtreff. Zusammen kommen wir super gut miteinander aus. Ich bin die einzige Auslandsstudentin die sich ein Zimmer mit einer anderen Person teilen „muss“. Aber es stört mich und Berth überhaupt nicht.
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2 Kommentare
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 17.09.2017 | 12:49   Melden
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 17.09.2017 | 15:39   Melden
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