Tote Fische in der Thyra

Die Sonne der letzten Tage hat das Flüsschen Thyra an vielen Stellen ausgetrocknet.
Unser kleiner Nachbar kam ganz aufgeregt zu mir und berichtete, dass die Fische tot in den restlichen Wasserpfützen treiben und auch auf den bereits trockenen Stellen im Bach liegen.

Es war erschreckend von einem 6-jährigem Kind zu hören, dass die Angler doch bescheuert sind und sich nicht kümmern. Ich versuchte ihm zu erklären, wieso es dazu kommt. Der Junge machte sich aber viel mehr Sorgen, wie er denn die restlichen noch lebenden Fische retten könnte. Und tatsächlich hat er sich heute mit einem Wassereimer bewaffnet in den stinkenden Bach getraut und noch lebende Fische herausgeholt. Dann schnell auf sein Rad, zum Krebsbach und die Fische wieder ins frische Nass entlassen.

Und wie sollte es anders sein, gibt es doch tatsächlich Menschen, die den Jungen beschimpfen und ihn auffordern, aus dem Bach zu kommen. Haben die denn gar nichts begriffen? Noch viel mehr stößt mir die Ignoranz der vielen Angler in unserem Ort auf. Es fühlt sich offenbar niemand zuständig, aber wehe der Junge lässt eine Brotkrume an einer selbst gebastelten Angel schwimmen. Dann ist das Geschrei von Fischwilderei aber groß. Dann soll die ganze Härte des Gesetzes zuschlagen.

Wo seid ihr Angel schwingenden Petrijünger denn jetzt?
Da ist Fremdschämen gegenüber einem 6-jährigem Jungen angesagt.
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