Die Ängste in der Kommunikation

Angst - ein grosses Wort, das in der heutigen Zeit so präsent ist wie schon lange nicht mehr. Angst ist ein Grundgefühl. In Besorgnis oder bedrohlich empfundenen Situationen äußert sie sich. In uns und bei jedem anders. Manche haben soviel Angst, dass daraus Angststörungen (LINK) entstehen können.

In der Kommunikation haben wir auch solche Ängste. Sie sind entstanden, aus gemachten Erfahrungen und wurden abgespeichert. Tief drinnen, in unser Unterbewusstsein. In machen Situation spüren wir diese Angst und sind ängstlich. Weil wir nicht wissen, was das jetzt soll. Weil wir nicht wissen, damit umzugehen. Weil wir diese Situationen schon einmal erlebt haben und glauben zu wissen was nun kommt.



Aus meiner Erfahrung - sowohl als Privatperson, wie auch als Familiencoach & Kommunikationstrainer - sind diese fünf die häufigsten Kommunikationsängste:

- Unverstanden zu bleiben
- Unverständnis zu erhalten
- Nicht gesehen zu werden
- Nicht gehört zu werden
- Rot werden und andere körperliche Anzeichen von Nervosität

Angst entsteht durch die Bewertung einer Situation

Wir alle waren mal angstfrei. Kaum zu glauben, aber wahr. Als Kinder haben wir uns alles getraut und zu getraut. Kein Baum war hoch genug für unsere Kletterkunst. Keine Schlucht zu tief, um darüber zu springe. Wir haben gemalt, gesungen, getanzt - ohne Angst vor einer Bewertung des Publikums. Wir haben es einfach gemacht. Von innen heraus, mit voller Freude und purer Lust.

Je älter wir wurden, desto mehr hörten wir Sätze wie:
„Der Baum ist viel zu hoch für dich“
„Ein richtiger Sänger wirst du nicht.“
„Das kannst du noch nicht.“
….

Diese Sätze bewerten die Situationen in denen wir uns groß und stark gefühlt haben. Diese Sätze machten uns klein und unsicher.

So wie wir uns in vielen Bereichen unseres Lebens mit Unsicherheit und Ängsten rumschlagen, so haben wir auch in der Kommunikation Ängste.

Beispiel:
Wenn uns unser Vater stetig von seinem vermasselten Gesangauftritt erzählt und dabei immer betont wie peinlich das war, wirkt das kontraproduktiv auf uns.
Wenn uns unsere Mutter stetig erzählt, dass niemand ihr zuhört und niemand sie versteht, dann macht das was mit uns.
Wenn die Lehrerin unseren ersten Vortrag in der Luft zerreißt, dann fühlen wir uns klein und ankern das in uns drin.

Jede gemacht Erfahrung hinterlässt seine Spur in uns.
Sei es als Bild im Kopf, dass dann sichtbar wird in ähnlichen Situationen.
Oder als ein muffiges Gefühl in der Bauchgegenden.
So gerne wir dann alles schnell wieder abschütteln wollen, so schwer fällt es uns.
Nun sollst du nicht deine ganze Kindheit aufarbeiten (obwohl das manchmal sehr klärend sein kann), sondern auf deine Ängste schauen. Sie sichtbar machen. Ihr einen Namen geben. Sie akzeptieren und annehmen.


Wir können nur das verändern, was wir auch kennen.

Das Miteinander darf leicht sein und Kommunikation auch!
0
 auf anderen WebseitenSendenMelden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.