Unser Körper im Gespräch

Jeder von uns hat einen Körper und meistens ist er überall dabei. Da wir ihn bewohnen, nehmen wir ihn auch immer mit. An sich eine tolle Sache - wie ich finde. Schließlich können wir ihn für viele verschiedene Dinge einsetzten.

Da ich hier von der Kommunikation schreibe, werde ich auch nur diesen Teil beleuchten ;-)

In Bezug auf die Kommunikation ist unserer Körper vielseitig einsetzbar. Er redet auf eine nonverbalen Art mit uns und unserem Gegenüber.
Machmal redet er viel mehr, als wir mit unserer Sprache (verbale Kommunikation).

Und manchmal redet er sogar ohne unserer Zustimmung. Da sagt er etwas, was wir natürlich nicht so gemeint haben (nur weil ich meinen Kopf schüttle, bedeutet dass nicht, dass ich die Idee des Fallschirmspringens schlecht finde)

Oder aber er reagiert in Situationen, weil uns einfach die Worte fehlen (in traurigen Situationen sind unserer Tränen schneller wie unsere Worte)

In brenzligen Situationen zeigt uns unser Körper durch Empfindungen, ob wir in Gefahr sind oder nicht. (schwitzige Hände oder erhöhter Herzschlag, wenn unser Gegenüber einfach zu nah an uns dran ist)

Unser Körper ist faszinierend. Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, dass wir ihn in jedem Gespräch dabei haben. Wissen wir dass, können wir ihn bewusst einsetzen.

Was macht unser Körper in der Kommunikation?

- unser Körper unterstreicht unser Gesagtes oder nicht Gesagtes
- unser Körper redet, wenn wir es mit Worten nicht können
- unser Körper reagiert auf unseren Kommunikationspartner (im Guten, wie im Schlechten) und wir können dementsprechend handeln

Die 5 Körperhaltungen und was damit möglich ist

1. Die Distanz

Die Distanz ist ein Indikator für die Qualität deines Gespräches. Es sagt etwas darüber aus, wo du stehst und wo der andere steht. Und das meine ich nicht nur wörtlich. Jedes Gespräch hat seine individuelle Distanz und jeder sollte drauf achten, dass seine Grenzen im Gespräch nicht missachtet werden. Ebenso ist es wichtig, die Grenzen deines Gesprächspartners zu respektieren.

2. Der Blickkontakt

Ein Blick sagt mehr wie viele Worte. Sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne.
Der Blickkontakt ist das zentrale Element der Non-verbalen Kommunikation. Richtig angewandt kannst du bei deinem Gegenüber Türen damit öffnen.

3. LMAA

Lächle Mehr Als Andere.

Das beutetet, sei freundlich und lächle. Du hast deine Mundwinkel eh immer dabei, dann kannst du sie auch gleich benutzen. Und da ein heruntergezogener Mundwinkel echt bescheiden aussieht, ziehe diese einfach nach oben. Es kostet dich nicht mehr Mühe als würdest du sie nach unten ziehen.

4. Die geschlossene und offene Körperhaltung

In der Kommunikation gibt es die verbale und die non - verbale Kommunikation. Bei der non - verbalen Kommunikation „spricht“ unser Körper. Wie? Haben wir die Arme und Beine geschlossen / verschränkt dann signalisieren wir Abwehr oder Desinteresse. Schauen wir mit unsrem Blick auf den Boden, empfängt unser Gegenüber das Signal „Bitte nicht ansprechen.“ Haben wir dagegen einen offen und freundlichen Blick und eine offene und lockere Haltung - zeigen wir unsere Bereitschaft für ein Gespräch. Mehr davon in meinem Artikel „Körperhaltung“.


5. Die Handflächenregel

Viele Menschen reden mit Händen und Füssen - sagt der Volksmund. Unsere Hände unterstreichen unser Gesagt - sowohl im Positiven wie auch im Negativen. Der erhobene Zeigerfinger, den wohl jeder von uns kennt, mahnt zur Obacht. Der Zeigerfinger auf den Daumen gepresst, kann heissen „Super gemacht“ oder „ Kapier es doch endlich“ oder in einer anderen Sprache „A…och“. Wird die Hand zur Faust geballt, dann ist oberste Vorsicht geboten.
Zeigt der Redner seine Handinnenflächen, heißt das STOP. Es ist eine Abwehrhaltung.

Was heißt das nun in der Anwendung?

Mit den oben genannten Möglichkeiten, kannst du deine Kommunikation:
- unterstreichen
- verbessern
- fördern
- stärken

Setzt du alle Techniken bei deinen individuellen Themen bewusst ein, kann dir dein Körper keinen Strich mehr durch die Rechnung machen. Das heißt:
- dein Gesagtes stimmt mit deiner Mimik über ein
- dein Gesagtes wird positiv durch deine Gestik unterstrichen
- dein Gesagtes wirkt authentischer, weil es mit der Reaktion deines Körper
übereinstimmt
- du kontrollierst deinen Körper im Gespräch und nicht umgedreht
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