Wertschätzende Kommunikation, auch wenn es schwer fällt

Kennt ihr das auch? Dieses Gefühl „Sie hat was gegen mich!“ oder „Irgendwie ist die Stimmung nicht so positiv wie ich es mir gewünschte hätte!“ „Was stimmt hier nicht!“

Und trotz dieser Wahrnehmung kann und will ich nicht negativ sein. Ich möchte nicht mit Vorurteilen behaftet in ein Gespräch gehen. Ich möchte ebenso wenig, dass diese Vorurteile das Gespräch beeinflussen und vielleicht noch in eine negative Richtung lenken.

Was ich dann tue?
Einmal, zweimal tief durchatmen. Mir meine Werte einer wertschätzendeN Kommunikation ins Gedächtnis rufen, lächeln und die Unterhaltung starten.
Jeder Mensch tut in jedem Augenblick seines Lebens das Beste - was er in diesem Augenblick tun kann. Klar, jeder Mensch tut in jedem Augenblick seines Lebens das Beste, was er zu diesem Zeitpunkt tun kann. Diesem Ausspruch von Marshall Rosenberg kann ich voll und ganz zustimmen. Und trotzdem habe ich oder auch du in manchen Gesprächen das Gefühl, dass einige Menschen das eben genau nicht tun. Dass sie voll sind mit Vorurteilen oder eigenen Werten. Dass sie uns ab- oder bewerten - aufgrund eigener gemachter Erfahrungen. Dass sie uns damit keine Chance geben, ein offenes und klärendes Gespräch zu führen.

Natürlich kannst du in diesen Konversationen selber negativ sein. Du kannst deinem Gegenüber mit Ironie antworten oder ein Streitgespräch vom Zaun brechen. Diese Möglichkeiten gibt es.

Frage: Sind sie förderlich für eine wertschätzende Kommunikation? Helfen sie dir in diesem Moment weiter, eine Lösung für dein Problem zu finden? Benimmst du dich dann besser als der Andere?

Meine Antwort auf diese Fragen ist ein klares Nein.

Jede Veränderung beginnt bei sich selbst. Und wenn ich wertschätzend bin, dann wird das beim Anderen seine Spuren hinterlassen.
Ich lasse mich in solchen Unterhaltungen nicht dazu hinreißen, ebenso zu agieren oder reagieren.

Wie schnell passiert es, dass wir sonst laut werden, Unterstellungen in den Raum stellen, nicht mehr wirklich "wirklich" zuhören oder das Gespräch abrupt beenden.

Geholfen ist mit diesen Reaktionen niemandem. Meistens entsteht daraus Unheil in Form von Streit, andauernden Konflikten, Gerichtsverfahren oder gekappte Beziehungen auf Dauer.

Meine Ideen für dich

Wenn du in einem Gespräch eine gewisse negative Grundhaltung wahrnimmst, kann es hilfreich sein, einige Hilfswerkzeuge parat zu haben. Damit meine ich nun nicht den Hammer in der Tasche mitzubringen ;-)

1. Jeder Mensch macht seine Erfahrungen

Mach dir bewusst, dass sowohl du als auch die andere Person erlebte Erfahrung geprägt haben. Daraus entstehen neue Verhaltensweisen, die diesen Moment prägen.

2. Fokussiere dich auf dein Ziel

Warum ist dieses Gespräch wichtig für dich? Wenn du dein Ziel vor Augen hast, weiterhin wertschätzend im Umgang mit dem Anderen bist - dann kommt das auch an. Dein Gesprächspartner wird deine positive Grundhaltung spüren und darauf reagieren. Wie so oft im Leben: Einer muss den Anfang machen!

3. Du bist Du und Du bleibst Du

Wenn du eine positive Grundhaltung hast und in dieser Diskussion das Thema produktiv besprechen möchtest - dann tue es auch. Bleib bei dir und deinen Werten. Lasse dich durch die Stimmung deines Gegenübers nicht davon abbringen.

Das Miteinander darf leicht sein und Kommunikation auch!
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