2015 - was für ein Jahr?

Prof. Eisenberg
 
Orgelweihe mit Ehrengästen
Sandersdorf-Brehna: Stadt- und Klosterkirche | Seit 15 Jahren arbeiten die Mitglieder des “Fördervereins Stadt- und Klosterkirche Brehna e. V.” unermüdlich an der Erhaltung der Kirche. Im Jahr 2000 fanden sich 29 Gründungsmitglieder um den jahrhundertealten Bau zu erhalten; inzwischen sind es 60 Mitglieder. Konnte in den ersten Jahren noch vieles mit gemeinsamer Arbeit (Schutt beräumen, Putz abhacken, Erdarbeiten, u. ä.) geschafft werden; war danach das Einwerben von Spenden die Hauptarbeit, damit die nur noch von Handwerkern zu leistende Arbeiten finanziell unterstützt werden konnten.

Gemeinsam mit der Kirchengemeinde und der Hilfe von Fördermittelgebern wurde 2003 der ehemalige Kohlenkeller zur Begegnungsstätte „Klosterkeller“ umgebaut. Auch der älteste Teil, das Erdgeschoss des Turmes, konnte noch rechtzeitig zur Eröffnung der Autobahnkirche als „Raum der Stille“, fertiggestellt werden.
Eine weitere Aktion war der “Verkauf” von Dachziegeln. Für 3 € konnte jeder seinen Namen auf einen Dachziegel schreiben. Viele Bürger von Brehna, aber auch Menschen, die sich mit der Kirche verbunden fühlen, nutzten die Gelegenheit. Bei speziellen Führungen kann man die Namen lesen.
Der 1934 angebrachte Innenputz hatte durch die schadhaften Dächer stark gelitten. 2008 konnte innen neu verputzt werden.
Von 2002 - 2007 war es möglich, die beiden Dächer mit den Dachstühlen in 3 Abschnitten zu sanieren. Es stellte sich heraus, dass die Hölzer des Dachstuhles zu den Ältesten in Mitteldeutschland gehören. Dentrologische Gutachten weisen auf das 14. Jahrhundert.
Die Kirchendecke wies umfangreiche Schäden der stoffbespannten, mit Holzleisten in Quadrate unterteilten Felder, in Form von großflächigen Verfärbungen und Auflösungen auf. Diese wurden durch 450 mit dem alten Muster handbemalte Holzplatten erneuert. Auch hier konnte symbolisch eine Platte für 300 € erworben” werden. 14 Spender nutzten diese Gelegenheit und ihre Namen wurden in einem Fach über der Orgel hinterlegt. Bei der Deckensanierung bot es sich an, gleichzeitig die Lichtanlage zu erneuern und den Innenanstrich aufzubringen; Fertigstellung im Frühjahr 2012.
2012 stellte das marode Gestühl im Nordschiff eine Gefahr für die Kirchenbesucher dar. Nach dem Abriss blieb nur sandiger Boden übrig, deshalb war ein neuer Fußbodenbelag erforderlich. Viele fleißige Mitglieder des Fördervereins, trugen bei 4 Arbeitseinsätzen dazu bei, dass der Fußbodenbelag neu verlegt werden konnte und im Herbst 2012 fertig war.

Auch für die Rettung der Fenster fanden sich Sponsoren; inzwischen sind 10 von 17 Fenstern erneuert oder repariert, die vorerst Letzten 2015.

Der 8.11.2015 war ein Tag, den wir uns so schnell nicht hätten träumen lassen. Nachdem sich Herr Wilfried Wilhelm Anclam im September 2014 entschlossen hatte, großzügig die Sanierung unserer „Wäldner-Orgel“ zu spenden, war es dann soweit.

Die Firma „Herrmann Eule“ Bautzen hatte in mühevoller Kleinarbeit unsere nicht mehr bespielbare, aber als einzige noch original erhaltene „Wäldner-Orgel“ wieder erstehen lassen, deren Klangfülle nun überraschte. Unter den Händen von Prof. Matthias Eisenberg jubilierte und jauchzte sie beim Eröffnungskonzert.
Alle Konzertbesucher verfolgten gebannt den Darbietungen in der restlos besetzten Kirche.
Die Kirchengemeinde und der Förderverein möchten sich nochmals ganz herzlich bei Herrn Anclam dafür bedanken, dass er es ermöglicht hat, dass unsere Orgel wieder erklingen kann.

Wir bedanken uns aber auch bei Allen, die uns, in welcher Form auch immer ideell, materiell oder mit guten Ideen unterstützt haben. Im Laufe dieser 15 Jahre konnte eine Summe von 115.000 € gesammelt werden, nicht eingerechnet die Spende von Herrn Anclam.

So geben die Chorgemeinschaft Brehna e.V., der Chor Pohritzsch seit 15 Jahren und später auch der Chor der Neuapostolischen Kirche regelmäßig in unserer Kirche festliche Konzerte. Mehrere Jahre lang erfreuten auch die Kinder und Jugendlichen der Musikschule Amadeus die Zuhörer in unserer Kirche.
14 Jahre lang war haben wir Kindern und Künstlern aus der Region die Möglichkeit zur Ausstellung ihrer Werke gegeben. Die Qualität dieser Ausstellungen stieg von Jahr zu Jahr; leider lies das Interesse der Besucher in diesem Jahr so nach, dass wir von einer Weiterführung vorerst absehen.

Großer Beliebtheit erfreuen sich die Videovorträge “Brehna, meine Heimat” von Herrn Dalibor.

Der Förderverein und die Kirchengemeinde danken allen Spendern und Förderern ganz herzlich, die es ermöglicht haben, dass wir in diesem historisch kurzen Zeitraum so viel zur Erhaltung des Bauwerkes tun konnten. Wir verbinden den Dank mit der Bitte unser Anliegen weiterhin zu unterstützen.
Unser nächstes Projekt wird 2016 die Sanierung der Kanzel sein.

Wie viele Vereine leidet auch unser Förderverein am Älterwerden der Mitglieder. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich auch jüngere Menschen entschließen könnten, Mitglied zu werden.
In diesem Jahr steht am 29.2.2016 wieder die Vorstandswahl an. Sehr gern würden wir auch diesen etwas verjüngen.
I. A. des Vorstandes
A. Schlesinger
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