Historische (Gartenträume) Parks der Altmark – (C) Tangerhütte

Rathaus von Tangerhütte
Tangerhütte hat gleich zwei Gartenträume-Parks. Starten wir bei Sonnenschein, denn da sieht alles toller aus, beim

Herrenhaus und Gutspark Briest

Herrenhaus und Gutspark Briest sind der älteste Stammsitz der Familie von Bismarck und beherbergt über 600 Jahre Familiengeschichte (seit 1345). Damit ist es einer der letzten erhaltenen Adelssitze dieser Art in Nordostdeutschland. Das Herrenhaus aus Eichenfachwerk im Stil der Spätrenaissance wurde früher das „Schloss im Grünen“ genannt, da es sich inmitten dichter Eichen-, Hainbuchen- und Kiefernwälder befindet.
Beeindruckend und von überregionaler Bedeutung ist die beispielhafte Größe und Erhaltung der weiträumigen Hofanlage. Neben dem Gutshaus mit Park, umfasst das Ensemble ein Brauhaus, ein Wirtschaftshof und eine kleine Kapelle. Zu erkennen sind Elemente sowohl eines englischen als auch eines französischen Landschaftsparks.

Ein Großteil des Anwesens, vor allem das Herrenhaus, befand sich in einem maroden Zustand und drohte in den letzten Jahrzehnten zu verfallen. So hat es sich heute die Familie von Bismarck zur Aufgabe gemacht, den alten Glanz und die Harmonie zwischen Herrenhaus, Park und Landschaft wieder herzustellen.
Quelle: Herrenhaus und Gutspark Briest

ch befürchte aber, dass noch viel Zeit und Geld nötig sind damit das Gut in seinem ehemaligen Glanz erstrahlt. Vorläufig zumindest noch für Gehbehinderte wenig geeignet. Sitzgelegenheiten habe ich ganz vermisst. Auch der sehr romantische Ausblick über den kleinen Teich zum Gutshaus war nur auf Trampelpfaden zu erreichen. Da nützte auch der Parkplan wenig.

Ganz anders der

Stadtpark Tangerhütte

Der Tangerhütter Stadtpark wurde ab 1873 durch den Fabrikanten Wagenführ angelegt. Es entstand ein idyllischer Park mit Besonderheiten wie dem Deckelvasenrondell, dem Mausoleum und dem künstlichen Wasserfall. Prachtvoll begrüßt wird man vom Neuen Schloss. Agaventore südwestlich und südöstlich des Schlosses betonen noch heute den Eingangs- und Übergangsbereich zwischen formalem Vorplatz und landschaftlichem Park. Ein Kleinod der Anlage ist der Kunstgusspavillon, der auf der Pariser Weltausstellung 1889 mit einer Goldmedaille prämiert wurde.
Es ist bestimmt das ganze Jahr über reizvoll durch diesen gepflegten Park zu flanieren.
Schade, dass bei unserem Besuch der künstlich angelegte Wasserfall auf einem künstlichen Felsen nicht sprudelte. Da hat man vielleicht an jedem ersten Wochenende im Monat bessere Karten, wenn im „Neuen Schloss“ das „Bürgercafé“ stattfindet.
Quelle: Bürgercafe
Gern hätte ich mich noch mehr im Park umgesehen – wäre es nicht die 3. Station der heimfahrt gewesen und hätte mich die Fütterung derNutrias davon nicht abgelenkt.
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2 Kommentare
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) | 15.10.2017 | 10:33   Melden
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Lothar Wobst aus Bitterfeld-Wolfen | 15.10.2017 | 10:37   Melden
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